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Invasive Arten: erste EU-Verbotsliste in Kraft

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Die erste EU-Verbotsliste invasiver Arten ist in Kraft. Sie umfasst insgesamt 37 Tier- und Pflanzenarten, die innerhalb der Europäischen Union bekämpft werden sollen. Gartenbauliche Kulturen sind momentan zwar nicht gelistet – eine entsprechende Erweiterung der Verbotsliste ist allerdings denkbar.

Auf der EU-Verbotsliste invasiver Arten stehen unter anderem zwei Bärenklau-Arten. Foto: TwilightArtPictures/Fotolia

EU-Verbotsliste invasiver Arten: Acer negundo in der Diskussion
In der Diskussion ist aktuell etwa der Eschen-Ahorn (Acer negundo). Sobald diese oder eine andere Art aus dem gartenbaulichen Sortiment auf der EU-Verbotsliste invasiver Arten landet, darf diese weder produziert, gehandelt noch verkauft werden. Bislang fehlen jedoch einheitliche, europäische Bewertungskriterien zur Einstufung einer Art als invasiv, kritisiert der Zentralverband Gartenbau (ZVG). "Wie auch im Pflanzenschutz gilt bei invasiven Arten: Wissenschaftliche Kriterien und Bewertungen müssen Grundlage für Entscheidungen auf EU-Ebene sein", sagt Siegfried Dann, Vorsitzender des ZVG-Umweltausschusses.

Invasive Arten: EU-Verbotsliste unterläuft Prinzip der Prävention
Ebenso werde das Prinzip der Prävention, welches die EU-Verordnung zu invasiven Arten vorschreibt, mit dieser Liste unterlaufen, so Dann weiter. Es seien nämlich Arten gelistet, die in der Europäischen Union bereits weit verbreitet sind. "Dieses Vorgehen der EU-Kommission entzieht sich meinem Verständnis." Bevor weitere Arten in die EU-Verbotsliste aufgenommen werden, müsse zuerst ein delegierter Rechtsakt mit einheitlichen Kriterien zur Bewertung als unionsweite invasive Art vorgelegt werden, so die Forderung des ZVG.