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IPM 2015: Lehrschau zu Substraten und „Gezonde Kas“

Die ZVG-Lehrschau auf der IPM (Halle 1A) präsentiert diesmal zwei Themenschwerpunkte: zum einen Substrate und ihre richtige Verwendung, zum anderen wird das EU-Interreg-Projekt „Gezonde Kas“ („Gesundes Gewächshaus“) als Gesamtsystem vorgestellt. 

Gezonde Kas: Die CF-Kamera fotografiert die Pflanzen und macht gestresstes Gewebe sichtbar. Werkfoto

Lehrschau: Themenschwerpunkt Substrate

Die Zusammensetzung der gärtnerischen Kultursubstrate hat sich in der Vergangenheit laufend verändert und wird sich auch in Zukunft weiter entwickeln. Dabei wurden und werden die Entwicklungen nicht nur durch die zu kultivierenden Pflanzen und durch die Kulturverfahren bestimmt, sondern vielfach auch durch wirtschaftliche und politische Umstände.

Auf der Lehrschau werden nicht nur die Ausgangsstoffe der derzeitigen Substrate gezeigt. Einzelne Materialien, die schon heute in größeren Mengen in Substraten verarbeitet werden können, sollen genauer charakterisiert werden. So demonstrieren die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie die Lehr- und Versuchsanstalten Hannover-Ahlem und Heidelberg Kompost, Rindenhumus, Kokosmaterial und Holzfasern und stellen jeweils die Möglichkeiten und Grenzen dar.

Lehrschau zeigt torfreduzierte und torffreie Substraten

Darüber hinaus werden verschiedene Zierpflanzen in Substraten mit unterschiedlichen Anteilen an Torf und anderen Ausgangsstoffen zu sehen sein. Diese Demonstration wird ergänzt durch Gehölze der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn in torfreduzierten und torffreien Substraten.

Von der Hochschule Geisenheim University wird dargestellt, wie die mikrobielle Zusammensetzung einzelner Ausgangsstoffe genutzt werden kann, um Schadorganismen zu unterdrücken. Anderseits können Mikroorganismen in Substraten auch zu Problemen führen. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf stellt Untersuchungen zur Besiedlung von Torfen mit saprophytischen Pilzen vor.

Lehrschau-Thema „Gezonde Kas“

Nach vierjähriger Forschungsarbeit werden die Ergebnisse des Interreg-Projektes „Gezonde Kas“ („Gesundes Gewächshaus“) nun der Öffentlichkeit präsentiert. In der Lehrschau stellen die niederländischen und deutschen Projektpartner im niederrheinischen Straelen ein völlig neues und ganzheitliches Pflanzenschutzkonzept vor.

Wie kann der Kultivateur es dennoch schaffen, seine Pflanzen punktgenau und qualitativ hochwertig zu produzieren? Mit dieser Frage haben sich niederländische und deutsche Experten vier Jahre lang intensiv im Rahmen des Interreg-Projektes „Gezonde Kas“ befasst. Sie haben dabei an den Beispielkulturen Tomaten und Cyclamen geforscht. Und die Antwort, die sie gefunden haben, ist ein völlig neues und in sich geschlossenes System. Die unterschiedlichen Komponenten greifen nahtlos ineinander – und ermöglichen so innovativen Pflanzenschutz auf dem neuesten Stand der Technik. (ts)