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IPM 2020: Klimawandel und Nachhaltigkeit omnipräsent

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Nach vier erfolgreichen Messetagen schloss am Freitag die Internationale Pflanzenmesse (IPM) in Essen ihre Tore. Bestimmende Themen auf der Weltleitmesse des Gartenbaus waren auch in diesem Jahr Klimawandel und Nachhaltigkeit. „Was im letzten Jahr schon an vielen Stellen zu sehen war, war auf der diesjährigen IPM omnipräsent“, so das Fazit der Veranstalter.

Wichtigster Treffpunkt der weltweiten Grünen Branche: die IPM in Essen. Foto: Alex Muchnik

Klimadiskussion: Gartenbau gewinnt „enorm an Relevanz“

Umweltfreundliche Verpackungen, klimatolerante Pflanzen-Neuzüchtungen, Pflanzkästen mit integriertem Wasserspeicher oder Torfersatzstoffe – kaum ein Messestand, an dem die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel in diesem Jahr keine bestimmende Rolle spielten. Energieeffiziente Produktionsverfahren standen zusammen mit zukunftsweisenden digitalen Technologien auch im Bereich Technik im Vordergrund. Kein Wunder, waren sich die Aussteller der IPM doch bereits im letzten Jahr sicher, dass Klimawandel und Nachhaltigkeit die Grüne Branche in Zukunft am meisten beeinflussen werden.

„Der Gartenbau hat im Kontext der Klimadiskussion enorm an Relevanz gewonnen und für begeisterte Stimmung in den Messehallen gesorgt. Die Grüne Branche hat auf der IPM Essen 2020 eindrucksvoll ihren Innovationsgeist und ihre Leistungsstärke demonstriert“, erklärte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, zum Abschluss der 38. Weltleitmesse des Gartenbaus.

Dies würdigte unter anderem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in ihrer Rede zur Eröffnung der diesjährigen IPM in Essen. „Der Gartenbau bei uns in Deutschland ist hochgradig innovativ, die Betriebe finden und besetzen damit Nischen. Und sie beantworten Zukunftsfragen. Etwa, wenn es um mehr Ressourcen- oder Klimaschutz geht“, so die lobenden Worte der Politikerin.

Aktion TASPO „Klima-Held 2020“ bringt 800 Spenden-Bäume

Am TASPO-Stand radelten während der Internationalen Pflanzenmesse mehr als 160 Personen insgesamt 396 Kilometer und leisteten damit einen positiven Beitrag für die Umwelt, denn für jeden gefahrenen Kilometer wurde ein Baum an die Organisation Plant-for-the-Planet gespendet. TASPO „Klima-Held 2020“ wurde Mirko Lettberg, Grünes Personal (Schkeuditz). Er erzielte die absolute Bestleistung von 4,4 Kilometern in fünf Minuten Fahrzeit. Am Ende verdoppelte Haymarket Media die Menge der Spenden-Bäume auf 800 Stück und bedankt sich bei allen Teilnehmern für den sportlichen Einsatz aus Leidenschaft zur Natur.

Dass Kommunen vor der Herausforderung stehen, mehr Grün in die Stadtplanung zu integrieren, griff unter anderem der Bund deutscher Baumschulen (BdB) mit seinem im Rahmen der IPM veranstalteten Seminar „Nachhaltigkeit in der Kommune gestalten“ auf. Dessen Teilnehmer konnten bei einem anschließenden Rundgang über die Messe sogenannte „Zukunftsbäume“ kennenlernen, über die diverse Baumschulen in Essen informierten.

Frankreichs Gartenbau präsentiert sich auf der IPM

Was der französische Gartenbau zu bieten hat, präsentierten die Aussteller der „Grande Nation“, die in diesem Jahr offizielles Partnerland der IPM war. In den Hallen 6 und 7 gab es eine Vielfalt von unter anderem Rosen, Obstbäumen, Rhododendren, Kamelien, Hortensien, Alpenveilchen, Chrysanthemen, Lavendel, Inkalilien und Dahlien zu sehen, die zu den bekanntesten und markantesten Pflanzenspezialitäten Frankreichs zählen.

„Diese Partnerschaft war eine großartige Gelegenheit, unsere französischen Züchter, ihren Sinn für Qualität und Innovation sowie unseren ‚French Touch‘ zu präsentieren. Unser Credo ‚Pflanzen sind lebensnotwendig‘ trifft den Zeitgeist und wird in Zukunft sicherlich immer mehr zutreffen. Die IPM Essen ist zweifellos die international führende Messe und die ideale Plattform, um kurz vor Saisonbeginn alle Akteure unserer Branche zu treffen“, so Mikaël Mercier, Präsident der französischen Dach-Branchenorganisation für Zierpflanzenbau VAL’HOR.

Über 90 Prozent der Aussteller und Besucher wollen zur IPM 2021 kommen

Insgesamt waren nach Angaben der Messe Essen zur diesjährigen IPM 1.538 Aussteller aus 46 Ländern gekommen, um vom 28. bis zum 31. Januar ihre neuen Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Pflanzen, Technik, Floristik und Ausstattung vorzustellen. Mit über 54.000 (2019: 52.800) Besuchern aus über 100 Ländern sei die Internationale Pflanzenmesse in diesem Jahr erneut wichtigster Treffpunkt der weltweiten Grünen Branche gewesen, erklären die Veranstalter.

Laut einer aktuellen Befragung würden 94 Prozent der Messegäste einen Besuch der IPM Essen weiterempfehlen, 92 Prozent der Besucher und 93 Prozent der Aussteller planen demnach eine erneute Teilnahme. Dazu haben sie vom 26. bis 29. Januar 2021 Gelegenheit, wenn die nächste Ausgabe der Weltleitmesse des Gartenbaus in der Messe Essen stattfindet. Partnerland der IPM im kommenden Jahr wird Mexiko sein.

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