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IPM: NBV/UGA Herongen - Neues Projekt soll klassische Anbaumeldung ersetzen

Mit den Geschäftsergebnissen des Jahres 2004 zeigte sich Frank Zeiler, Marketingleiter der NBV/UGA (Herongen), recht zufrieden. Die NBV/UGA stellte außerdem ihr „Projekt Warenmeldung“ vor. Der Gesamtumsatz der NBV/UGA (ohne Obst und Gemüse) stieg um knapp drei Prozent von 683 auf 701 Millionen Euro. Bei den Schnittblumen gab es einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent von 116 auf 132 Millionen Euro, wobei der Bündelservice mit einem Umsatz von 19 Millionen Euro (2003:14) relativ gesehen – plus 36 Prozent – besonders erfolgreich war. Eventuell werde dieser Bereich in nächster Zeit noch ausgebaut, meinte Zeiler. Die in Herongen gehandelte Schnittblumenmenge stieg um rund sieben Prozent, der Umsatz an der dortigen Versteigerung (einschließlich Topfpflanzen) um elf Prozent. Zeiler verwies in diesem Zusammenhang auf seit mehreren Jahren stagnierende Umsätze bei den niederländischen Kollegen. Der Topfpflanzenumsatz wuchs nur um ein Prozent auf 537 Millionen Euro, wobei man das gute Niveau von 2003 berücksichtigen müsse, so Zeiler. Bei den Abholmärkten – darunter vier, die im Vorjahr noch nicht zur NBV/UGA gehörten – und der Versteigerung in Lüllingen gab es eine Nullrunde. Der Durchschnittspreis sank in Lüllingen um 18 Prozent auf 49 Cent, die Menge stieg gleichzeitig um 25 Prozent auf 135 Millionen Stück.

„Wissen, wer wann was wo stehen hat“, auf diese kurze Formel brachte Zeiler das Projekt „Warenmeldung“, das Projektleiter Hubertus Hartmann im Detail vorstellte. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein elektronisches Musterhaus, in das der Gärtner seine Anbauplanung detailliert eingibt. Die Verkäufer können so für alle Vermarktungswege zuverlässig feststellen, welche Ware wann verfügbar ist und diese gezielt und aktiv ihren jeweiligen Kunden anbieten. Der Gärtner erschließe sich damit einen sehr breiten potenziellen Kundenkreis. Die klassische Anbaumeldung solle deshalb in absehbarer Zeit auslaufen.