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IPM: Züchter entwickeln Pflanzen und passende Verkaufskonzepte

Nur wenige Neuheiten ragen so sehr aus der Masse heraus, dass sie sich praktisch von selber verkaufen. Züchter und Jungpflanzenanbieter wie Kientzler, Nebelung oder Grünewald bieten deshalb dem Fachhandel fertige Konzepte rund um ihre Pflanzensortimente oder um einzelne Produkte an. Die Kunden kauften heute oft emotional, sie hätten für die meisten Zierpflanzen kein Preisgefühl. Der Jungpflanzenanbieter Kientzler (Gensingen) habe deshalb Exklusives im Programm, biete aber genauso Massenprodukte als Ergänzung an. Im „Proven Winners“-Sortiment gebe es jetzt auch Stauden und Gehölze, so Produktmanager Garry Grüber. Verkaufskonzepte für den Fachhandel bietet das Jungpflanzenunternehmen Bruno Nebelung (Everswinkel). Produktmanager Volker Schevel stellte auf der IPM für 2005 die „Kiepenkerl Gartenwelt“ vor, ein Shop-in-Shop-System, das aus einer Stellwand und einem Poster besteht und zudem Platz für Informationsmaterial bietet. Im Vordergrund stehen Schalen mit saisonalen Jungpflanzen in aktuellen Sorten, aber auch Saatgut oder veredeltes Gemüse. Innerhalb der „Profi-Line“ gebe es jetzt spezielle Sortimente für schattige oder sonnige Standorte („Blütensymphonie“), erklärte Schevel. Neben Beetpflanzen standen bei Jungpflanzen Grünewald (Selm) auf der IPM Kräuter, Gräser und Stauden im Vordergrund. Marketingmanager Ralf Schräder wies vor allem auf Tulbaghia violacea aus der Familie der Alliaceae hin, zu Deutsch Knoblauchs-Kaplilie. Für die an sich altbekannte Staude habe Grünewald ein Marketingkonzept entwickelt. Bei „Knobiflirt“ geht es um die Verwendung als Gewürz mit knoblauchähnlichem Geschmack. Da es sich um ein Gewürz handele, unterliege die Pflanze nicht der EU-Zulassung für neuartige Lebensmittel.