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ISU: Jedes Mitglied erhält eine Stimme

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Die Internationale Staudenunion (ISU), Dachverband nationaler Staudengärtner, macht aus der Delegierten- eine Mitgliederversammlung. So erhält jedes Mitglied eine Stimme, die es an andere Unionskollegen übertragen kann.

Der Vorstand der Internationalen Staudenunion ist guter Dinge: (Vorn) Tomasz Michalik (P), hinten v.l.: Beate Zillmer(D), Michel Le Damany (F), Aad Vollebreght (NL), Andres Altwegg (CH).

ISU strukturiert Mitgliederbestimmung nach demokratischem Prinzip

Anders als bei der Gründung vor 60 Jahren gehören dem Dachverband nicht mehr nur Mitglieder an, die sich über eine Kollektivmitgliedschaft organisieren, sondern auch einzelne Staudenliebhaber. Deshalb musste die Staudenunion das Stimmrecht dem demokratischen Prinzip nach abändern und den einzelnen Mitgliedern Mitspracherecht einräumen.

Staudenunion kritisiert Liste der invasiven Arten

Die Delegiertenversammlung wählte während der letzten Sitzung Anfang August noch Tomasz Michalik aus Polen in den ISU-Vorstand. Er beerbt Rickard Nordström aus Schweden. Ebenfalls Schwerpunkt der Veranstaltung: die Veröffentlichung der Liste invasiver Arten. Mitglieder, Delegierte und Vorstand kritisierten die Vorgehensweise der EU-Kommission, die keine einheitlichen Kriterien bei der Bewertung der Arten zugrunde gelegt habe. Außerdem fehle eine Einteilung der Regionen nach Klimazonen.

„So steht beispielsweise Gunnera tinctoria auf der aktuellen Beobachtungsliste der EU Kommission – eine Pflanze, die nicht winterhart ist und somit in vielen Ländern nicht invasiv sein kann. Lupinus polyphyllus, geschätzt als wichtiger Bodenverbesserer, Bienenweide, Viehfutter und Gartenstaude, steht ebenfalls auf dieser EU-Liste“, argumentierten die Kritiker beispielsweise.