Alle News

Jahrespressekonferenz des BGL: Aufträge für private Hausgärten stiegen

Aufträge für Privatgärten legten auch im vergangenen Jahr wieder zu. Das vierte Jahr in Folge setzte sich diese positive Entwicklung bei der Auftragsvergabe von Privatleuten fort, sagte Hanns-Jürgen Redeker, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), im Rahmen der Jahrespressekonferenz des BGL.

In der Verteilung der Aufträge aus den verschiedenen Bereichen stiegen diejenigen für private Hausgärten von 44,27 Prozent auf insgesamt 45,19 Prozent im vergangenen Jahr. Damit konnte der reale Umsatz in diesem Bereich erfreulicherweise gehalten werden, so Redeker. Diese Entwicklung sei auch darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen den Garten als ihr privates Urlaubsparadies nutzen, in dem sie fast das ganze Jahr über vom Alltagsstress entspannen. Diese Entwicklung unterstützt der BGL weiterhin mit seiner Imagekampagne, die für das laufende Jahr 2006 ein Gesamtvolumen von 1,3 Millionen Euro aufweist. Etwa eine Million Euro sind für Werbung vorgesehen und 0,3 Millionen Euro für Maßnahmen im Bereich Public Relations. Bei den öffentlichen Auftraggebern verändert sich die Situation nur minimal von 18,34 Prozent im Jahr 2004 auf 18,02 Prozent im Jahr 2005. Nach wie vor ist die Finanzlage der Städte und Gemeinden angespannt, die erzielten Preise weiterhin im Keller. Von realistischen und kostendeckenden Preisen könne hier wirklich nicht mehr gesprochen werden, sagte Redeker. Aber auch im Bereich der privaten Auftraggeber ließen sich höhere Preise nur schwer durchsetzen. In einer ähnlichen Größenordnung liegen die Aufträge aus dem Wohnungsbau mit 17,21 Prozent. Zusammen mit Auftraggebern aus Gewerbe und Industrie bilden diese Bereiche auch weiterhin interessante Betätigungsfelder für die GaLaBau-Betriebe. Gerade die Wohnungsbaugesellschaften erkennen zunehmend die Leistungen der Fachbetriebe an, um das Wohnumfeld attraktiver zu gestalten. Insgesamt 76 Prozent der Aufträge in diesem Bereich betrafen die Neuanlage von Grün, soviel wie im Vorjahr. Der Anteil der Pflege bestehender Anlagen ist ganz leicht zurückgegangen und liegt jetzt bei zwanzig Prozent.