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JKI trauert um Prof. Dr. Jens-Georg Unger

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Prof. Dr. Jens-Georg Unger, Leiter des Instituts für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit am Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig, ist mit 61 Jahren plötzlich unerwartet verstorben.

Prof. Dr. Jens-Georg Unger. Foto: JKI

Wissenschaftliche Laufbahn von Dr. Unger beginnt 1984

Der studierte Biologe begann seine wissenschaftliche Laufbahn 1984 am Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz an der Uni Göttingen. Als Doktor der Agrarwissenschaften wechselte er 1990 in die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft nach Braunschweig, zunächst als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland.

Anfang 1991 übernahm Unger die Leitung der Dienststelle für wirtschaftliche Fragen und Rechtsangelegenheiten im Pflanzenschutz. 1998 wurde diese in die „Abteilung für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit“ überführt. Mit Gründung des Julius Kühn-Instituts Anfang 2008 wurde daraus das „Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit“ gebildet und Dr. Unger zu dessen Leiter.

Schwerpunkte von Dr. Ungers Arbeit

Neben der Institutsleitung waren Risikoanalysen und damit verbundene pflanzengesundheitliche Maßnahmen Schwerpunkte seiner Arbeit. Dazu gehörten unter anderem EU-Rahmenregelungen im Bereich Pflanzengesundheit sowie die Entwicklung und Bewertung europäischer und internationaler phytosanitärer Standards und Leitlinien im Rahmen der Europäischen und Mediterranen Pflanzenschutzorganisation (EPPO) und des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens (IPPC).

Wichtig war Unger zudem der Informationsaustausch im Bereich Pflanzengesundheit und die enge Abstimmung mit den amtlichen Stellen in Deutschland und den EU-Mitgliedstaaten. Sein Fachwissen fand sowohl in nationalen wie auch internationalen Kreisen höchste Anerkennung.