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Jungunternehmerin startet durch: „Rückhalt ist sehr wichtig“

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In der Oberstufe entschied sich Mareike van Adrichem für eine Ausbildung im Gartenbau, „obwohl ich in einer Gärtnerei aufgewachsen bin und das Arbeitspensum meiner Eltern vor Augen hatte“. Nach Gesellenjahren im In- und Ausland und ihrer Meisterprüfung kam sie 2012 in das elterliche Unternehmen zurück. Seit einem Jahr ist sie Teil der van Adrichem GmbH und wird in naher Zukunft den Betrieb, der seit der Gründung 1958 stets in weiblicher Linie weitergegeben wurde, übernehmen.

Mareike van Adrichem ist gelernte Zierpflanzen-Gärtnerin und seit 2019 Teil der Geschäftsleitung im elterlichen Gartenbau-Betrieb in Geldern-Walbeck. Foto: GMH/LV NRW

Unterstützung durch ein eingespieltes Team wichtig

„Meine Eltern, die beide eine gärtnerische Ausbildung haben, haben mich sehr unterstützt und tun dies immer noch“, freut sich die junge Unternehmerin. Unterstützung erfährt sie auch von ihrem frischgebackenen Ehemann, der zwar in einer anderen Branche tätig ist, aber mit seinem technischen Wissen an vielen Stellen weiterhelfen kann. „Für eine Frau in einer Führungsposition ist Rückhalt sehr wichtig“, sagt Mareike van Adrichem, die Familie und Betrieb unter einen Hut bekommen möchte. Wichtig ist auch die Unterstützung durch ein eingespieltes Team. Gärtnermeister, Gesellen und feste Hilfskräfte – im Moment passt es gut. Doch insgesamt sieht Mareike van Adrichem die Personalplanung als ihre größte Herausforderung. Darüber hinaus kümmert sie sich um die Produktionsplanung, den Verkauf und den alltäglichen Betriebsablauf.

Von April bis August wird jede Hand gebraucht

Mit dem Topfen im Februar beginnt die Saison. Von April bis August wird jede Hand gebraucht und der Arbeitstag hat oft mehr als acht Stunden. Im Winter ist es für ein bis zwei Monate etwas ruhiger. „Unsere Topfpflanzen werden auf rund zwei Hektar Freilandfläche und unter rund 17.000 Quadratmeter Hochglas und Folie kultiviert. Nachdem mein Großvater zu Beginn Gemüse und später Schnittblumen produziert hatte, kamen später Cyclamen dazu. Während meine Eltern, Gerda und Toni van Adrichem, ab 1987 die Produktionsfläche stetig ausbauten, entwickelte sich unser Betrieb zu einem reinen Azaleen-Betrieb“, erzählt Mareike van Adrichem.

Van Adrichem setzt auf Hochwertiges

„Seit 2002 produzieren wir Lavendel. Diese Kultur haben wir nach Sorten und Menge immer weiter ausgebaut. Dahlien, Begonien und einige andere Beetpflanzen kamen dazu. Auch kultivieren wir ein breites Topfnelken-Sortiment und blühende Topfstauden wie Phlox, Echinacea und Rudbeckia als größere Containerpflanzen.“ Ein Nebenartikel sind Primeln. „Wir setzen auf Hochwertiges wie gestielte oder gefüllte Sorten.“ Wenn Mareike van Adrichem Feierabend hat, dann nimmt sie sich Zeit für die Familie, treibt Sport oder trifft Freunde. In den ruhigen Monaten bleibt Zeit für Hobbys wie Reisen.

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