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Chinesische Heilpflanzen - Nische mit Zukunft?

Der Anbau von chinesischen Heil- und Gewürzpflanzen könne sich zu einer zukunftsträchtigen Nische für bayerische Landwirte entwickeln. Darauf hat der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller vergangene Woche in Rohr-Gustenfelden hingewiesen, wo er ein Pilotprojekt zum Anbau chinesischer Kräuter und Gewürze besichtigte. Der bundesweit erste vertraglich geregelte Anbau von Pflanzen aus der traditionellen chinesichen Medizin (TCM) biete eine Chance für innovative Unternehmer innerhalb und außerhalb der Landwirtschaft. Der von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) betreute Praxistest sei ein Paradebeispiel für angewandte Forschung. Dem derzeitigen Praxisstadium mit TCM- Pflanzen seien sechs Jahre interdisziplinäre Forschung vorausgegangen. Zusammen mit mutigen Pionieren auf der Anbauer- und Abnehmerseite sei der erfolgreiche Sprung von Versuchsanbau zum großflächigeren Vertragsanbau gelungen, sagte der Minister. Nach Angaben des Münchener Agrarressorts kultivieren in Bayern derzeit rund 250 Betriebe auf einer Fläche von 2 000 Hektar Heil- und Gewürzpflanzen. TCM-Pflanzen werden landesweit auf drei Hektar angebaut.