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Klasmann-Deilmann erstellt Klimabilanz von Substraten

Klasmann-Deilmann hat nach eigenen Angaben als weltweit erster Substrathersteller eine umfassende Klimabilanz veröffentlicht. Wie das Unternehmen meldet, wird im „Nachhaltigkeitsbericht 2013“ der Großteil der im vergangenen Jahr verursachten Emissionen der Unternehmensgruppe ausgewiesen.

Ziel: nachhaltige Substrate für modernen Produktionsgartenbau. Foto: Klasmann-Deilmann

Diese könnten auch auf die Substrate umgerechnet werden. Ziel sei es, den sogenannten „Carbon Footprint“ auf unternehmerischer Ebene zu verringern und Substratmischungen anhand nachhaltiger Kriterien zu optimieren.

„Alle wesentlichen CO2-Quellen sind in der Kalkulation berücksichtigt“, so Geschäftsführer Moritz Böcking. Auf Unternehmensebene sei Klasmann-Deilmann im Jahr 2013 für insgesamt 274.485 Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich gewesen.

Umgerechnet auf die Gesamtproduktionsmenge von 3,29 Millionen Kubikmetern Substrate und Rohstoffe entspreche dies 83,41 Kilogramm CO2-Äquivalenten je Kubikmeter. Pro Euro Umsatz seien 1,71 Kilogramm CO2-Äquivalente angefallen, auf die Belegschaft übertragen knapp 300 Tonnen je Mitarbeiter.

Um insbesondere bei den Emissionen aus der Torfgewinnung zu möglichst stichfesten Ergebnissen zu kommen, bezog Klasmann-Deilmann nach eigener Angabe externe Fachleute ein, die im Rahmen wissenschaftlicher Studien bereits Emissionsmessungen in degenerierten Mooren durchgeführt hatten. Überdies sei die gesamte Klimabilanz von unabhängiger Seite nach ISO 14064 verifiziert worden.

„Etwa 45 Prozent unserer Emissionen resultieren aus der Gewinnung von Torfrohstoffen“, erläutert Böcking. Torf bleibe dennoch der wichtigste Ausgangsstoff bei der Produktion von Kultursubstraten. Seine für den modernen Produktionsgartenbau wichtigen physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften seien einzigartig.

Der Einsatz alternativer Ausgangsstoffe wie Holzfasern und Kompost sei gartenbaulich nur in Kombination mit Torf zweckmäßig, wenn die hohen Qualitätsstandards bestehen bleiben sollen. Bis 2020 plant das Unternehmen, den Anteil alternativer Ausgangsstoffe auf insgesamt 15Prozent zu erhöhen.

„Die Nachhaltigkeit von Torf ergibt sich aus der Wertschöpfung unserer Substrate“, sagt dazu Geschäftsführer Norbert Siebels. „In nur einem Kubikmeter Substrat können beispielsweise über 100.000 Gemüsejungpflanzen kultiviert werden, die CO2 speichern und zur Ernährung der Weltbevölkerung beitragen. Auch in ökonomischer und sozialer Hinsicht profitieren weltweit unzählige Geschäftspartner, Gartenbaubetriebe und Konsumenten vom Wachstumsmotor Substrat.“

Klasmann-Deilmann könne auf Basis der Klimabilanz für jede Substratlieferung den Emissionswert ausweisen. So habe das aus Schwarz- und Weißtorf sowie der Holzfaser „Klasmann GreenFibre“ hergestellte „Klasmann BP Substrat (698)“ einen Carbon Footprint von 24,52 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Kubikmeter – unter der Voraussetzung, dass es in Deutschland produziert und per Lkw bis ins Zentrum von Frankreich transportiert werde. (ts)