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Kleine Landesgartenschau in Oschatz ganz groß

Genüsslich schnupperten Frank Kupfer, Sachsens Agrarminister, und seine Frau Elke an der duftenden roten Schönheit „Erotica“ aus der Baum- und Rosenschule Müller, sesshaft in Oschatz. Fünf Jahre nach der Landesgartenschau öffnete in Oschatz die „Kleine Gartenschau“ (23. bis 26. Juni 2011), die erste in den neuen Bundesländern, ihre Pforten – ohne Eintrittsgeld.

Die Idee dazu stammte höchstpersönlich vom Minister selbst. Er wohnt ja auch nur 200 Meter entfernt. Leider fehle ihm der „Grüne Daumen“ und die Zeit, aber seine Frau könne sich schon einiges für den Familiengarten abgucken, meinte der Minister. Kupfer fungierte als Schirmherr der „Kleinen Laga“, und der vor acht Jahren gegründete Förderverein Sächsische Landesgartenschau Oschatz tat das Seine dazu. Unermüdlich.

 


Eintrittsfreier Familienpark

Nachhaltigkeit und Bewahren hieß das Motto für einen Teil des grünen und bunten Paradieses schon nach dem Ende der „großen“ Laga 2006, und das Gelände wird auch in Zukunft ein eintrittsfreier Familienpark bleiben.

In der großen, eleganten und kreisrunden Blumenhalle gaben Floristen und Gärtner den Ton an, und es machte zeitweise Mühe, einen Blick über die Exponate zu erhaschen. Die Oschatzer strömten auf das Gelände, als sei hier eine Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet worden.

Das Programm der vier Tage enthielt Dutzende von Veranstaltungen, wobei die Blumenhalle im Mittelpunkt stand. Die Floristen zeigten ihre Bindekunst, die Kleingärtner präsentierten sich, und die sechste Landesgartenschau Löbau 2012 zeigte, was die Besucher dort im kommenden Jahr erwartet.

 


Traumgarten oder Schwimmteich

Der sächsische GaLaBau-Verband informierte unter anderem zu den Themen „Vom Gartentraum zum Traumgarten“ sowie „Schwimmteich – ökologisches Badevergnügen im eigenen Garten“.

Alle Verbände nutzten auch die Möglichkeit, Jungen und Mädchen im „Grünen Klassenzimmer“ für einen grünen Beruf zu begeistern.

Für die Baum- und Rosenschule Wolfgang Müller war die „Kleine Gartenschau“ ein Heimspiel. Dicht neben dem Gelände angesiedelt, lockte sie die Besucher zu Dutzenden in die Verkaufsanlage und das Freigelände mit den Dutzenden von Rosensorten. Dort durften alle dem Minister nacheifern und sich eine Nase voll Rosenduft holen. Die meisten gingen nicht ohne eine dornige Pflanze nach Hause …

Dieter Kießling, Oberbürgermeister von Reichenbach (Laga 2009):

„Alle Hochbauten der Laga blieben erhalten. Der Park der Generationen und die Themengärten präsentieren sich weiterhin in aller Schönheit und sind für die Bürger frei zugänglich. In drei Jahren machen wir eine ,Kleine Gartenschau’. Minister Kupfer wird uns dabei unterstützen.“

Winfried Kaiser, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Sachsen:

„Die Leute sind begeistert und holen sich nicht nur neue Ideen für ihren Garten – sie kaufen auch tüchtig ein. Diesen Nebeneffekt lieben wir natürlich besonders. Großes Interesse fand in der Blumenhalle die sächsische Pflanze des Jahres, Calibrachoa Double.“

Markus Drexler, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oschatz:

„Wir betreuen das Gelände für die ,Kleine Gartenschau’ seit dem Ende der Landesgartenschau 2006. Beteiligt sind dabei über 30 behinderte Menschen, die mit viel Liebe und Fleiß das Ganze in Schuss halten. Ich bin über die Bereitschaft der Männer und Frauen immer wieder begeistert.“

Sabine Müller, Baum- und

Rosenschule Müller, Oschatz:

„Für uns ist die ,Kleine Gartenschau’ eine willkommene Gelegenheit, um neue und bewährte Rosensorten zu zeigen. Wir haben auch keine Mühe gescheut, um Besucher auf unseren Betrieb aufmerksam zu machen. Das ist uns wirklich geglückt.“

(Dietrich Baumann)