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Klimaerwärmung: Bäume treiben eher aus

Wer in den letzten Tagen in der Natur war, hat bemerkt, dass der Frühling in diesem Jahr sehr früh beginnt. Manche Bäume blühen bereits, bei anderen stehen die Knospen vor dem Ausbruch. Dieses Gefühl wird von wissenschaftlichen Untersuchungen gestützt, die feststellen, dass sich die Blattentfaltung und Blüte in den letzten 30 Jahren um rund sechs Tage verfrüht. Auch der Blattfall verspätet sich im Durchschnitt um fünf Tage, so dass die Vegetationsperiode in Mitteleuropa momentan um etwa elf Tage länger ist. Eine weitere Entwicklung zeigt sich bereits bei den Tier- und Pflanzenarten. Experten erwarten, dass bei einer Klimaerwärmung mehr Arten aussterben als einwandern, so dass zwischen fünf und 30 Prozent der Arten verloren gehen. Dieser Verlust kann nicht mehr ganz aufgehalten, sondern nur noch abgemildert werden. Der Erhalt der Artenvielfalt wird davon abhängen, inwieweit der Ausstoß klimaschädlicher Gase verringert wird und eine Vernetzung von Biotop-Lebensräumen stattfindet. Wärmeliebende Tierarten (Bienenfresser, Silberreiher) und Pflanzenarten (Flaumeiche) dringen bereits jetzt weiter nach Mitteleuropa vor.