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Klimaschutzplan 2050 in der Kritik

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Seine Kritik an dem vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurf zum Klimaschutzplan 2050 hat der Zentralverband Gartenbau (ZVG) jetzt nochmals unterstrichen. Das angestrebte Torfverbot beurteilt der ZVG als unverhältnismäßig, und auch der Beschränkung der energetischen Nutzung von Holz auf die Kategorie Rest- und Abfallholz steht der ZVG kritisch gegenüber.

Im Rahmen des Klimaschutzplans wurde vorgeschlagen, Torf in Blumenerden und Kultursubstraten zu verbieten. Foto: Peggy_Marco/Pixabay

Gartenbau kann durch Umstellung auf Holz als Energieträger massiv CO2 einsparen

Der Gartenbau sei gerade durch die Umstellung auf Holz als regenerative Energie seit Jahren in der Lage, massiv CO2 aus fossilen Energieträgern einzusparen. Deshalb gelte es, „Holz als regenerative Energie weiter als eine wesentliche Säule der nachhaltigen Energienutzung zu sichern und auszubauen“, wie der ZVG betont.

Positiv wertet der Gartenbauverband die im Klimaschutzplan vorgesehene Förderung von Forschung in Speichertechnologien. „Für den Gartenbau geht es hier vor allem um langfristige Speichermöglichkeiten“, so der ZVG. Eine Beschränkung auf Photovoltaik komme dabei jedoch nicht in Frage, weil den Betrieben auch die erforderliche Fläche zur Verfügung stehen müsse.

Mithilfe von Holz den Torfanteil in Substraten reduzieren

Neben der energetischen Nutzung weist der Verband zudem auf die Bedeutung von Holz als Rohstoff für Ausgangsstoffe in Substraten hin, um den Torfanteil zu reduzieren. Die Stoffströme müssten daher je nach Nutzungsart – energetisch oder stofflich – angemessen gesteuert werden, fordert der ZVG.

Ebenfalls für den Gartenbau relevant sind die im Zusammenhang mit dem Klimaschutzplan geäußerten Vorschläge für ein Verbot von Torf in Blumenerden und Kultursubstraten. Für Erden im Hobbybereich müsse ein Torfverbot „an die Verfügbarkeit einer ausreichenden Menge an alternativen Ausgangsstoffen gekoppelt sein“, so der ZVG. Momentan stünden diese Alternativen nur begrenzt in Menge und Qualität zur Verfügung.

Entwurf zum Klimaschutzplan: Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050

Der bisherige Entwurf des Bundesumweltministeriums zum Klimaschutzplan sieht eine Halbierung der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen bis 2050 vor. Gemeinsam mit acht Verbänden der Agrarwirtschaft hatte sich der ZVG an der Positionierung zu diesem Entwurf beteiligt und damit auf die besondere Rolle von Landwirtschaft und Gartenbau im Rahmen der Klimadiskussionen hingewiesen.

Wie der ZVG betont, ist er bereit sich am weiteren Dialogprozess zu beteiligen, insbesondere zu den Themen Energienutzung und wirtschaftlich sinnvolle Verwendung von Torf und alternativen Stoffen.