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Klimawandel: Sachsen setzt auf mehr Mischwälder

"Der Waldumbau in Sachsen muss weiter konsequent vorangetrieben werden", hob der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich anlässlich des internationalen "Tag des Waldes" am 21. März hervor. Außerdem sprach er sich dabei für stabile Mischwälder aus. Nur sie könnten dem Klimawandel trotzen. Ähnlich äußerte sich Tillich auch am vergangenen Sonntag, als er anlässlich des Tages des Baumes eine Balsamtanne im Amerikaquartier des Forstbotanischen Gartens in Tharandt pflanzte und für diese die Patenschaft übernahm. Wie Tillich zum Tag des Waldes ausführte, lautet das Gebot der Stunde: weg von Monokulturen aus Fichte und Kiefer, hin zu stabilen und damit leis-tungsfähigen Mischwäldern. Diese seien im Vergleich zu reinen Nadelholzbeständen deutlich besser an Trockenheit und Wärme angepasst. Und damit auch widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Stürme. In Sachsen läuft den Angaben seines Ministeriums zufolge derzeit vor allem in den unteren Mittelgebirgslagen sowie im Hügel- und Tiefland die Pflanzung von jungen Waldbäumen auf Hochtouren. Während in den betroffenen Schadensgebieten noch mit Hochdruck die Folgen des Orkans "Kyrill" beseitigt würden, brächten andernorts Forstwirte und Waldbesitzer mehrere Millionen junge Stiel- und Traubeneichen, Rotbuchen, Weißtannen, Douglasien und Roteichen in den Boden. Im Landeswald soll im Frühjahr und Herbst 2007 eine Fläche von 1 150 Hektar bepflanzt werden. In dieser Größenordnung würde bereits seit 1994 Jahr für Jahr der Waldumbau realisiert. Im Privat- und Körperschaftswald hat Sachsen laut Ministeriumsangaben seit 2001 auf rund 1800 Hektar Waldumbaumaßnahmen mit rund vier Millionen Euro gefördert.

Zur aktuellen Pflanzaktion mit einer Balsamtanne in Tharandt sprach sich Tillich auch für den Einsatz von Tannen aus. Für den Wald seien Tannen sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sehr wertvoll. Im Forstbotanischen Garten in Tharandt werden den Angaben zufolge in diesem Jahr insgesamt 100 Bäume gepflanzt. Die Einrichtung könne nun noch größer und interessanter die Zusammenhänge von Bäumen, Waldökosystemen und Forstwirtschaft erklären.