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Knauber Freizeitmärkte werden zu Bauhaus Fachcentren

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„Es ist eine Entscheidung, die weh tut!“ – so kommentiert Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel, geschäftsführende Gesellschafterin der Knauber-Gruppe, die Entscheidung ihres Unternehmens, vier von sechs Knauber Freizeitmärkten an Bauhaus abzugeben und die übrigen Märkte zu schließen. Grund für diesen Schritt sei die sich im Zuge der Digitalisierung komplett verändernde Einkaufswelt.

Knauber trennt sich von seinen Freizeitmärkten (im Bild die Filiale in Ahrweiler), die zum großen Teil von Bauhaus übernommen werden. Foto: Knauber

Knauber will sich auf Energie-Sparte konzentrieren

„Wir haben als Mittelständler mit sechs Filialen leider nicht die Einkaufsmacht, um gegen die großen Wettbewerber dauerhaft bestehen zu können“, sagt Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel. Deshalb habe sich das Unternehmen letztlich dafür entschieden, sich von seinen Freizeitmärkten zu trennen und sich im Zuge einer strategischen Neuausrichtung künftig auf den Ausbau seiner erfolgreichen Energie-Sparte zu konzentrieren.

Wie Knauber jetzt bekannt gab, werden in diesem Zuge die Knauber Freizeitmärkte in Bonn-Bad Godesberg und in Troisdorf geschlossen, während die vier übrigen Filialen – in Bonn, Ahrweiler, Bergisch-Gladbach und Pulheim – zum 1. Juli dieses Jahres in den Besitz von Bauhaus übergehen werden. Die derzeit rund 450 Mitarbeiter in den Knauber Freizeitmärkten können den Angaben zufolge bei Bauhaus weiterbeschäftigt werden.

Bauhaus baut Freizeitmärkte zu Fachcentren um

„Diese Tatsache hat für unsere Familie den Ausschlag für die Wahl dieses Unternehmens gegeben, denn natürlich wollten wir unseren überwiegend langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Perspektive bieten“, so Knauber-Daubenbüchel. Für die Mitarbeiter in der Verwaltung suche Knauber nach Optionen innerhalb der Holding und der expandierenden Energie-Gesellschaften. Alternativ wolle man den Betroffenen „eine persönliche Betreuung zur Jobsuche zur Seite“ stellen, wie die Unternehmenschefin erklärt.

Wie Bauhaus zu der Übernahme erklärt, sollen die vier von der Baumarkt-Gesellschaft übernommenen Knauber Freizeitmärkte in den kommenden Monaten umgebaut und ab diesem Herbst als Bauhaus Fachcentren wiedereröffnet werden. „Mit den neuen Fachcentren baut Bauhaus sein bundesweites Netz weiter aus und freut sich auf vier hoch attraktive Standorte und 450 neue Kolleginnen und Kollegen“, heißt es in dem Statement des Unternehmens. Mit der Transaktion, für die das Kartellamt noch seine Freigabe erteilen muss, will Bauhaus zudem seine Präsenz in Nordrhein-Westfalen weiter stärken.

Knauber: Abkehr vom Einzelhandel „im Sinne des Gesamtunternehmens“

Knauber dagegen will sich mit der Trennung von den Freizeitmärkten und der damit verbundenen bewussten Abkehr vom Einzelhandel „im Sinne des Gesamtunternehmens“ künftig wieder rein auf den Handel und auf Dienstleistungen rund um den Energie-Bereich konzentrieren. Dieser besteht derzeit aus fünf Tochtergesellschaften und umfasst ein Produktportfolio für Privat- wie auch Gewerbekunden – von Erd- und Flüssiggas, über Heizöl, Strom, Pellets bis hin zu Schmier- und Kraftstoffen sowie Wärmekonzepten für Gebäude.

Wie die familiengeführte Unternehmensgruppe erklärt, will sie ihren Kunden in diesem Bereich mittel- bis langfristig unter anderem innovative Produkte wie emissionsarme und emissionsfreie Energiealternativen für den Wärmemarkt und den Mobilitätssektor anbieten.

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