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Knöterich: Verband für Landschaftspflege warnt vor dem Anbau

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) rät Landwirten dringend davon ab, Staudenknöterich zum Biomasseanbau einzusetzen. Die beiden aus dem asiatischen Raum kommenden Arten haben zwar eine enorme Wuchsleistung, sie würden aber für Natur und Landbewirtschaftung zu unkalkulierbaren Folgeschäden führen. Auch vor den aktuell angebotenen Züchtungen sollten Landwirte vorsorglich lieber die Finger lassen, heißt es. Bereits bisher verursacht der Staudenknöterich in vielen Regionen erheblichen Aufwand, wenn er entlang von Bachufern, Straßenrändern und Böschungen entfernt werden muss. Das Bundesamt für Naturschutz schätzt die Kosten in Deutschland für die Bekämpfung des aggressiv sich ausbreitenden Knöterichs bereits jetzt auf 34 bis 41 Millionen Euro pro Jahr. Der Staudenknöterich hat eine enorme Wuchsleistung und auf ihm zusagenden Flächen werden andere Pflanzen sehr schnell unterdrückt, so dass Lebensräume an Arten verarmen. Auch aus landwirtschaftlicher Sicht kann vom Anbau des Staudenknöterichs abgeraten werden, wie Untersuchungen der Universität Bonn schon vor mehreren Jahren gezeigt haben. So können einmal mit der Pflanze kontaminierte Felder nur noch sehr schwer anderweitig wieder nutzbar sein. Der Grund sind die bis zu einen Meter tiefen Wurzeln, die kaum mehr entfernt werden können. Ist die Art einmal etabliert, verbreitet sie sich nicht nur über Rhizomteile, auch winzige Stängelabschnitte wachsen überall an, wo sie auf Erde treffen.