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Knospensterben an Rhododendron

An Rhododendronsträuchern fallen zurzeit verbräunte Knospen auf. Diese sind meistens mit einem Pilz, dem Erreger der Knospenbräune, infiziert worden. Der Erreger wird als Pycnostysanus azaleae bezeichnet und hat schon im letzten Jahr die Knospen infiziert. Die befallenen Knospen haben sich anschließend in diesem Winter braun verfärbt und sind abgestorben.

Da diese eingetrockneten Knospen nicht sofort herunterfallen, sondern mehrere Jahre (bis drei Jahre) an den Gehölzen verbleiben, ist das Befallsbild nach einem mehrjährigen Befall besonders auffällig. Auf den braunen Knospen kann deshalb auch deutlich die Fruchtkörperbildung des Pilzes beobachtet werden. Dies sind zwei Millimeter kleine, stäbchenförmige, schwarze Auswüchse, die dicht gedrängt von der Knospe abstehen. Mit Hilfe dieser Fruchtkörper kann der Pilz leicht von anderen Schadpilzen, wie beispielsweise dem Grauschimmel, unterschieden werden. Von diesen befallenen Knospen ausgehend infiziert der Pilz wieder weitere Knospen. Auch in den Zweigbereich unterhalb der Knospe kann der Pilz eindringen und sich abwärts ausbreiten. Die Folge ist dann das Verbräunen und Absterben dieser befallenen Zweigbereiche. Im Vergleich zu den befallenen Knospen treten diese Triebverbräunungen allerdings nur selten auf. Häufiger sind da durch Phytophthora-Erreger verursachte Triebverbräunungen. Der Erreger Pycnostysanus azaleae ist aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt worden. Seine große Bedeutung hat er allerdings auch der Rhododendronzikade zu verdanken, welche dem Erreger das Eindringen in die Knospen erleichtert. Mehr dazu in TASPO 11/06.