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Koalitionsvertrag unterschrieben: ZVG erwartet jetzt ein klares Signal für den deutschen Gartenbau

Nachdem am vergangenen Freitag die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD den Koalitionsvertrag unterschrieben haben, erwartet der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Karl Zwermann, von der neuen Bundesregierung jetzt ein klares Signal für den deutschen Gartenbau: "Wir möchten spüren, dass man uns will! Der deutsche Gartenbau darf im europaweiten Wettbewerb nicht länger benachteiligt werden!", forderte Zwermann. Ein erstes Zeichen setzte die neue Koalition nach Ansicht des Verbandes, indem sie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Pflanzen und Blumen beibehält. "Schließlich wäre eine Einstufung von Pflanzen und Blumen in den zukünftigen normalen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent kontraproduktiv gewesen, hätte über 25 000 Arbeitsplätze gekostet und wäre für viele unserer Betriebe existenzgefährdend gewesen! Zumindest diese Verunsicherung gibt es für unsere Gartenbaubetriebe nicht mehr", so Zwermann. Dennoch blieben für den deutschen Gartenbau eine Reihe von weiteren Belastungen bestehen. So hofften viele Gartenbauunternehmer, dass sie die hohen Energiekosten im bevorstehenden Winter nicht existenziell bedrohen werden und sie auch weiterhin von der teilweisen Rückerstattung der Mineralölsteuer profitieren dürften. Letztere werde derzeit von der Europäischen Union in einem Notifizierungsverfahren geprüft. Beim Einsatz von Saisonarbeitskräften sind Deutschlands Gärtner nach Zwermanns Worten gerne bereit, sich der im schwarz-roten Koalitionsvertrag enthaltenen Verantwortung auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu stellen. Allerdings hält der ZVG eine Flexibilität bei der Beschäftigung ausländischer Saisonarbeitskräfte für unabdingbar, da die Gärtner bei den sensiblen Frischeprodukten ihrer Branche auf fehlende Arbeitskräfte unmittelbar reagieren müssten.