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Kölner Friedhofsgärtner: Ausbildungsinitiative jetzt auch bei Facebook

„Um einen offiziellen Startpunkt zu setzen, möchten wir den neuen Auszubildenden des Jahrgangs 2013/2014 mit der Übergabe unseres Startpaketes alles Gute für ihre berufliche Zukunft wünschen“, so Josef F. Terfrüchte, Geschäftsführer des Fachverbandes Kölner Friedhofsgärtner. Am 8. Oktober 2013 erhielten alle vier Kölner Berufsanfänger im Berufskolleg ein Paket mit Berufsbekleidung. Zudem wurde ein Facebook-Auftritt erstellt, inklusive „Ausbildungsampel“. 

Die Startseite des Facebook-Auftrittes der Kölner Friedhofsgärtner. Screenshot

Ein moderner Friedhofsgärtner muss heute neben seinem gestalterischen Können, den Pflanzenkenntnissen und technischem Know-how vor allem Sozialkompetenz und Serviceorientierung mitbringen. Mit dieser Argumentation versuchen sich die Kölner Friedhofsgärtner seit November 2012 mit einer eigenen Ausbildungsinitiative abzusetzen.

Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes hatte beschlossen, künftig mit einem Bündel an Maßnahmen zum einen die Ausbildungsbetriebe zu unterstützen und zum anderen das Image und die Attraktivität des Berufes Friedhofsgärtner zu verbessern. So wurde ein Facebook-Auftritt erstellt, inklusive „Ausbildungsampel“ zur Statusanzeige von Ausbildungsplätzen. Und mit der direkten Ansprache von Jugendlichen an den Schulen wurden erste Schritte gemacht, um mehr Tuchfühlung zur Lebenswelt des Berufsnachwuchses aufzunehmen. Weitere Aktionen sind in Planung.

Während der dreijährigen Ausbildungszeit ist die ständige fachliche Weiterbildung durch Speziallehrgänge ein wichtiges Ziel der Initiative. In drei Jahren können somit wertvolle Zusatzqualifikationen vermittelt werden, beispielsweise in Form eines Baumpflegekurses, Gabelstaplerführerscheines oder durch Schulungen zur Kundenberatung.

„Der Bekanntheitsgrad unter jungen Menschen ab der 9. und 10. Klasse ist nahezu gleich Null“, sagt der Vorsitzende des Fachverbandes Kölner Friedhofsgärtner Thomas Schlimgen. „Allerdings haben wir nun von vornherein die große Chance, mögliche Vorbehalte gegenüber dem Thema Tod und Friedhof auszuräumen.“

Erste Erfolge zeigten die Bemühungen der Ausbildungsinitiative durch eine gute Resonanz auf die Messepräsenzen, wie beim Job-Speed-Dating der IHK Köln. Von über zwanzig Bewerbern kamen acht in die engere Auswahl. (ts/fri)