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Kompostierbare Obst- und Gemüseverpackung im Praxistest

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Im Rahmen der bayerischen Bioökonomie-Strategie wird der Bio-Beutel einem Praxistest unterzogen. Bei verschiedenen Lebensmitteleinzelhändlern stehen die kompostierbaren Bio-Beutel für das Einpacken von losem Obst und Gemüse zur Verfügung. Untersucht werden im Praxistest unter anderem Verbraucherakzeptanz und die Auswirkungen auf die Kompostqualität.

Soll die herkömmlichen Kunststoffbeutel ablösen, der Bio-Beutel. Foto: C.A.R.M.E.N. e.V.

Nachhaltige Verpackung für Obst und Gemüse

Als Teil von 50 Maßnahmen der Bayerischen Bioökonomie-Strategie wird der Bio-Beutel im Praxistest aktuell im Freistaat auf Herz und Nieren geprüft. Im Vergleich zu herkömmlichen Einweg-Kunststoffbeuteln wird der Bio-Beutel auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke hergestellt. Doch kann der Beutel noch mehr als nur Verpackungsmaterial für Obst und Gemüse sein. Durch seine besondere Atmungsaktivität eigne sich der Beutel auch als Frischhaltebeutel und kann durch diese Eigenschaft dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Seine letzte Aufgabe bestehe darin, anfallenden Bioabfall zu sammeln, denn gut gefüllt darf der kompostierbare Bio-Beutel dann über die kommunale Biotonne entsorgt werden. Diese Form der Kaskadennutzung fügt sich optimal in den Bioabfall-Kreislauf ein. „Mit dem Bio-Beutel beweisen wir, dass die bayerische Bioökonomie-Strategie kein Papiertiger ist. Die Markteinführung ist die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts der Bioökonomiestrategie in die Praxis. Diesem Projekt werden fast fünfzig weitere Maßnahmen folgen. Denn Bioökonomie ist spür- und sichtbarer Klimaschutz“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Informationskampagne begleitet Markteinführung

Der Bio-Beutel sei um ihn von herkömmlichen Kunststoffbeutel unterscheiden zu können, rundum mit einem auffälligen Wabenmuster und einem Keimlings-Siegel versehen, welches die industrielle Kompostierbarkeit nachweist. Doch nicht nur der Beuten an sich ist Teil des Projekts, ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Information der Verbraucher:innen. Daher werde der Praxistest auch mit weitreichenden Informationsmaßnahmen der Endverbraucher:innen einhergehen. Neben der eigenen Website biobeutel.info, einen Informationsflyer werden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Bio-Beutels auch an Informationsständen in teilnehmenden Märkten erläutert.

Erste Analysen bereits gestartet

Im Rahmen des Projekts wurden auch bereits erste Analysen gestartet. Untersucht wurde der Ist-Zustand des Bioabfalls beim Kompostwerk des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR). Hier wurde vor allem auf die Zusammensetzung und etwa enthaltene Störstoffe, wie herkömmliche Kunststoffbeutel, die nicht in die Bio-Tonne gehören, geachtet. Weitere Analysen zur Qualität des Bioabfalls während und nach der Projektlaufzeit werden folgen.

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