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Mehr als ein markantes Gewürz: Anis ist Heilpflanze des Jahres 2014

Anis ist die Heilpflanze des Jahres 2014. Die vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (NHV Theophrastus), ausgezeichnete Pflanze gehört zur Gattung Pimpinella aus der Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae). 

Im Juli/August blühen zahlreiche kleine weiße Blüten auf. Foto: NHV

Die einjährige Anispflanze wird 30 bis 60 Zentimeter hoch. Im Juli/August blühen zahlreiche kleine weiße Blüten auf, die sich zu flachen Doppeldolden zusammenfügen. Das eigentliche Erntegut sind die länglichen Früchte, die sich im Spätsommer entwickeln.

Die Jury des Vereins entschied sich mit der Wahl für eine Pflanze mit einem breiten Spektrum an heilenden Wirkungen. „Die reinigenden Tendenzen der Anisfrüchte – blähungstreibend, verdauungsfördernd und schleimlösend – können viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen“, begründet ein Jury-Mitglied seine Entscheidung.

Bekannt ist der Anis bereits seit der Antike als markantes Gewürz, vor allem in Backwaren. In alkoholischen Spezialitäten wie dem griechischen Ouzo oder dem türkischen Raki ist er auch den Deutschen vertraut.

Der Verein NHV Theophrastus kürt die Heilpflanze des Jahres seit 2003 und widmet sich damit der Bewahrung und Pflege von naturheilkundlichem Wissen. Vorgänger von Anis als Heilpflanze des Jahres sind unter anderem Salbei, Rosmarin und Ringelblume. Fakten, Rezeptvorschläge und praktische Anwendungshinweise zu diesen und weiteren Heilpflanzen stellt der Verein auf seiner Webseite zur Verfügung. (ts/nhv)