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Konjunkturumfrage: GaLaBau blickt positiv in die Zukunft

Im Winter 2013/2014 konnten wir bisher von sehr mildem Wetter sprechen. Ein Zustand, der dem GaLaBau zugutegekommen sein dürfte. Aber wie sieht es aus, wenn es doch noch sehr schnell sehr kalt wird?

Hochkonjunktur: Der GaLaBau blickt zufrieden auf das Jahr 2013 zurück – und auch positiv in die Zukunft. Foto: BGL

Aktuell erleben wir regional – zumindest kurzfristig – genau diesen plötzlichen Wintereinbruch mit Minustemperaturen, Eisregen und Schneefall. Haben die Betriebe für einen solchen Fall besondere Vorkehrungen getroffen? War doch bereits der letzte Winter sehr lang und hart. Wie haben die Betriebe diesen verkraftet? Wie ist, war und wird das Geschäft im GaLaBau? Die TASPO hat nachgefragt beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).

Den aktuellen Geschäftsverlauf im GaLaBau beschreibt der Verband als vorwiegend positiv: Die günstige Wetterlage zum Anfang des neuen Jahres habe es den Betrieben ermöglicht, bisher ohne große Unterbrechungen zu arbeiten. Man habe im Januar nahtlos da weiter machen können, wo man im Dezember des letzten Jahres aufgehört habe. Dadurch hätten Aufträge im Gegensatz zum letzten Jahr bereits frühzeitig begonnen werden können. Eine gewisse Unsicherheit bezüglich eines möglicherweise noch bevorstehenden Wintereinbruches habe natürlich trotzdem geherrscht und herrsche auch noch immer – nun, nur wenige Wochen nach Jahresbeginn, ist er mancherorts bereits da.

Die letzte Konjunkturumfrage „Herbst 2013“ habe wiederum einen guten Auftragsbestand bestätigt. Auch wurde laut BGL von einer weiterhin guten Nachfrage nach GaLaBau-Leistungen berichtet, sodass die Situation dennoch als durchweg positiv zu bewerten sei. „Der GaLaBau hatte die letzten drei Jahre Hochkonjunktur – und das scheint sich aller Voraussicht nach auch 2014 nicht zu ändern“, so BGL-Präsident August Forster. Zudem berichteten viele Unternehmen, dass insgesamt bessere, das heißt angemessenere Preise erzielt werden konnten. Es sei nun abzuwarten, ob dies so bleibt.

Zur Lage der auf den Winterdienst spezialisierten Betriebe und der Frage, ob in diesem Bereich eventuell Fehlinvestitionen getätigt wurden, sollte der Wintereinbruch nicht lange anhalten oder gar ausbleiben, sagte August Forster: „Im GaLaBau insgesamt ist selten von Fehlinvestitionen zu sprechen. Wir sind Unternehmer und stehen für Wagnis und Gewinn. Das bedeutet, Investitionen langfristig zu sehen.“ Zudem seien diese Betriebe häufig auch zusätzlich stark auf sonstige Pflegearbeiten spezialisiert.

Ein großer Vorteil für den GaLaBau und wiederum sehr positiv zu bewerten sei darüber hinaus die mit dem Tarifpartner verhandelte Jahresarbeitszeit der Mitarbeiter. Gerade im Winter sei dieses flexible Instrument den Betrieben, die damit arbeiten – und das wären die meisten – eine große Hilfe: So könnten Betriebe, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die vorhandenen Stundenguthabenkonten abbauen. Das funktioniere schon seit einigen Jahren gut und so seien keine weiteren besonderen Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit zu treffen, um Ausfälle zu vermeiden.

Weiterhin wichtig – und absolut „überlebensnotwendig“ – sei es für jedes mittelständische Unternehmen, über genügend Eigenkapital zu verfügen. „Das weiß im Grunde jeder Unternehmer, handelt aber nicht immer danach. Insofern sind wir sehr froh, dass in unserer Branche in den letzten Jahren, insbesondere bei unseren Mitgliedsbetrieben, Eigenkapital aufgebaut wurde. Denn ansonsten wäre das Frühjahr 2013 mit seinem langen Winter in unserer Branche nicht so glimpflich verlaufen und hätte mehr Insolvenzen gebracht“, unterstreicht Andreas Stump, Pressereferent des BGL.

Der GaLaBau-Betriebsvergleich des Verbandes habe diesen Trend bestätigt: Es sei eine Verbesserung der Eigenkapitalquoten nachweisbar. So gebe es Unternehmen, die eine völlige Unabhängigkeit von den Banken erreicht haben, aber auch immer noch einige Unternehmen, die keinerlei Eigenkapital besitzen.

„Legt man unsere letzte Konjunkturumfrage im Herbst 2013 zu Grunde, sieht die Branche auch durchweg positiv in die Zukunft, sowohl was die aktuelle Beurteilung der Zukunftserwartung für das eigene Unternehmen als auch der gesamten Branche betrifft“, so Andreas Stump auf die Prognose des BGL für das kommende Frühjahr hin angesprochen. BGL-Präsident August Förster kann dies auch aus seinem eigenen Betrieb bestätigen.

Insgesamt hätten mehr als 95 Prozent der Mitgliedsbetriebe ihre aktuelle Lage in der BGL-Herbstumfrage als befriedigend oder besser und davon wiederum über 70 Prozent als gut oder sehr gut bewertet. Bei der Beurteilung der Branche insgesamt sehe der Wert mit fast 98 Prozent sogar noch besser aus.

Laut einer Schätzung von August Forster lag die Bruttolohnsumme im GaLaBau in 2013 um durchschnittlich 4,1 Prozent höher als in 2012 – trotz der „Zwangspause“, die viele Betriebe von Januar bis Mitte März hätten einlegen müssen. Dies führt er wiederum auf die Jahresarbeitszeit, aber auch eine gestiegene Nachfrage sowie personelle Aufstockungen zurück. Regionale Unterschiede seien dabei ebenfalls zu beachten.

Weitere und ganz genaue Zahlen zum vergangenen Jahr gebe es noch nicht – diese liegen voraussichtlich erst Ende Februar vor. In jedem Fall erwarte man aber wieder eine Umsatzsteigerung und damit einen neuen Rekord: „Wie viele Millionen Umsatzsteigerung können wir noch nicht sagen“, so Andreas Stump abschließend. (jl)