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Konzepte für mehr Vielfalt

100 Quadratmeter "Silbersommer" bereichern jetzt mit jahreszeitlich wechselndem Aussehen die Außenanlage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Bonn. Am vergangenen Freitag, 18. April, überreichte der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) die derzeit aufblühende Staudenmischpflanzung offiziell. Anlass war die Auszeichnung des Mischpflanzungskonzeptes mit dem Innovationspreis des BMELV 2006. Staatssekretär Gert Lindemann, der das Geschenk entgegennahm, sagte: "Dieses Mischpflanzungskonzept ist ein gutes Beispiel, Monokulturen und Tristesse im öffentlichen Grün zu verhindern und dabei den Kostenrahmen für die öffentliche Hand zu begrenzen. Was wir hier sehen, ist eine attraktive Pflanzung an zentraler Stelle, die nachahmenswert ist und die Kompetenz des Berufsstandes beweist." Mittlerweile wurden 18 verschiedene Mischpflanzen-Kombinationen in kollegialer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Staudengärtnern entwickelt und erprobt. Planung und Anlage ergeben sich durch das Konzept von selbst. "Beim Staudengärtner braucht nur die benötigte Quadratmeterzahl der Mischung bei der Bestellung angegeben werden", erläuterte Beate Zillmer, Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner. Die Pflege der Staudenmischpflanzungen ist einfach und kos-tengünstig. Somit können auch bei angespannter Haushaltslage öffentliche Grün-, Gewerbe- und Privatflächen attraktiv begrünt werden. Über sehr positive Rückmeldungen von Kommunen berichtete Jakob Hokema, der als früherer BdS-Vorsitzender das Geschenk initiiert hatte. Professor Dr. Wolfgang Borchardt von der Fachhochschule Erfurt hat den Silbersommer und weitere Mischungen im BdS-Arbeitskreis Pflanzenverwendung mit entwickelt und getestet. Er charakterisierte das Modell als selbstregulierendes System mit viel Dynamik und mit seinem Artenreichtum als Beitrag zur Biodiversität in der Stadt. Borchardt verwies auch auf die Nachhaltigkeit der Pflanzung. Dadurch, dass nicht mehr der Boden für die Pflanzen aufwändig hergerichtet werden müsse, sondern für alle Standorte geeignete Stauden zur Verfügung stünden, sei das Konzept auch Energie sparend. Mehr unter www.stauden.de