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Koppert: neues System zur Spinnmilben-Bekämpfung

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Koppert Biological Systems will mit einem neu patentierten Verpackungskonzept die Bekämpfung von Spinnmilben verbessern. Der Hersteller will seine „Spical Ulti-Mite“ – sprich: Raubmilben – ab 7. November in High-Tech-Folienbeuteln auf den Markt bringen, die herkömmlichen Papierbeuteln bei Weitem überlegen sein sollen.

Die Koppert-Zentrale im niederländischen Berkel en Rodenrijs. Foto: Koppert

Folienbeutel dreimal besser als Papier

Gleichbleibende Leistung bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen: So lautet das Versprechen, das Koppert zu seinen neuen Folienbeuteln gibt. Diese sollen bis zu dreimal besser als herkömmliche Papierbeutel sein und unter schwierigen Bedingungen konstant mehr Raubmilben liefern.

Die auf Basis von umfangreichen Forschungen entwickelten High-Tech-Folienbeutel bieten Koppert zufolge eine bessere Umgebung für Raubmilben und deren Vermehrung. Die Folie gewährleistet demnach, dass das Milben-Zuchtsystem besser vor störenden Umwelteinflüssen geschützt ist. Außerdem schaffe der schmalere und etwas längere Beutel die besten Voraussetzungen, damit sich die Raubmilben schneller und kräftiger entwickeln.

Spical Ulti-Mite auch im Freiland anwendbar

Spical Ulti-Mite, das unter anderem zur Bekämpfung von Spinnmilben in verschiedenen Gewächshaus-Kulturen eingesetzt wird, lässt sich laut Koppert jetzt auch in Freiland-Kulturen wie Zitrusfrüchten und Trauben anwenden. Zudem können die neuen Folienbeutel zusammen mit dem Ernteabfall entsorgt werden, da sie vollständig kompostierbar seien.

Parallel dazu dehnt der der Hersteller und Entwickler von biologischem Pflanzenschutz seine Vertriebsaktivitäten aus und gibt in diesem Zusammenhang zwei Kooperationen mit niederländischen Unternehmen bekannt. Zum einen übernimmt Koppert vom Pflanzenschutz-Spezialisten Valto den internationalen Vertrieb des Pflanzenschutzmittels V10, zum anderen übergibt der niederländische Gartenbau-Zulieferer Horticoop zum 1. November seinen gesamten biologischen Pflanzenschutz-Sektor an Koppert.

Koppert und Valto zusammen im Kampf gegen Tomatenvirus

Der niederländische Familienbetrieb Valto hatte 2006 das biologische Pflanzenschutzmittel V10 entwickelt, das die Entstehung des virulenten Pepino Mosaic Virus (PepMV) verhindern soll. V10 setzt sich aus zwei milden Varianten des Pepinomosaikvirus (VX1 und VC1) zusammen und schützt die Pflanzen doppelt vor verschiedenen schädlichen Symptomen.

Das Virus verursacht Schadsymptome an Tomatenpflanzen wie Blatt- oder Stängelnekrosen, Fruchtverfärbung, Fruchtgrößenreduktion und Rissbildung. V10 wird in Gewächshäusern prophylaktisch ähnlich einer Impfung angewendet. Inzwischen schützt das Mittel einen großen Teil der Tomatenproduktion in den Niederlanden.

Während Valto den Vertrieb von V10 in den Niederlanden fortsetzen wird, wird Koppert für den Vertrieb der natürlichen Viruslösung außerhalb der Niederlande verantwortlich sein.

Koppert übernimmt biologischen Pflanzenschutz von Horticoop

Zum 1. November übernimmt Koppert Biological Systems zudem die biologischen Pflanzenschutz-Aktivitäten des niederländischen Gartenbau-Zulieferers Horticoop. Die Übernahme umfasst den Kundenstamm von Horticoop, seine Patente, Marken und Bestände.

Wie das Unternehmen mitteilt, wird Koppert die Horticoop-Kunden vom eigenen Hauptsitz in Berkel en Rodenrijs aus beliefern. Auf Anfrage der TASPO teilt Jeroen Hovens, Operational Manager bei Koppert Deutschland, mit: „Für die Koppert-Kunden in Deutschland wird sich durch die Kooperationen nichts ändern.“

Mehr zu den Kooperationen von Koppert Biological Systems mit Horticoop und Valto lesen Sie in der TASPO 44/2018, die am 2. November erscheint.