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Kunstprojekt: Bodypainting meets Gärtnerberuf

Ein Model, über und über mit Blumen bemalt, kümmert sich um ein Blumenarrangement. Daneben bewässert ein Gärtner mit Sonnenhut und Schürze seine Beete. Oder das Model sitzt im Garten auf einer Bank und der Gärtner reicht ihm einen Strauß frisch geschnittener Rosen. Das sind zwei der Motive, die der Künstler und Bodypainter Jörg Düsterwald aus Hameln für sein Projekt „Working Art“ erschuf. 

Die Essenz des Projektes ist eine Bilderserie, die aus einer Kooperation des Künstlers und des Fotografen Tschiponnique Skupin entstanden ist.

Berufe künstlerisch neu darstellen
Die Absicht des Projekts „Working Art“ ist es, Berufe mit der künstlerischen Bildsprache der Körpermalerei (Bodypainting) neu darzustellen. Die beiden Künstler beziehen dabei bewusst Unternehmen und authentische Locations in ihre Werke ein, um eine Symbiose zwischen Arbeitswelt und Kunst zu schaffen: Immer waren bei „Working Art“ reale Unternehmen, vom selbstständigen Freiberufler bis hin zu großen Institutionen, an der Entstehung der Werke beteiligt und auch personell aktiv in den Schaffensprozess mit eingebunden. Dazu gehört auch die jeweils authentische Location für das Foto-Shooting.

Bodypainting hat eine Jahrtausende alte Tradition. Menschen werden mit eigens dafür hergestellten Farben verziert. Da Körpermalerei eine vergängliche Kunst ist, sind Foto-Shootings unabdingbar, um das Ergebnis des kreativen Schaffens dauerhaft festzuhalten. Jörg Düsterwald und Tschiponnique Skupin erschaffen auf diese Weise immer ungewöhnliche, mal spannungsgeladene, mal konzentrierte oder gar idyllische Szenarien. Diese stellen die Eigenarten unterschiedlichster Berufe dar, die sich dadurch selbst erklären – und als gemeinsames, bindendes Element dient die Bodypaintingkunst.

Interview mit Jörg Düsterwald
Die TASPO sprach mit Jörg Düsterwald über sein Projekt.

Wie kam es dazu, dass Sie auch explizit den Beruf Gärtner für Ihr Projekt gewählt haben?
Weil wir natürlich mit Farben hantieren und Blumen und Gärtner ein wunderbar buntes Motiv hervorbringen.

Was ist das Ziel des Gesamtprojektes?
Zum einen sollen unsere Bodypainting-Motive eine echte Aufgabe bekommen, schlüssig und mit „Funktion“ in authentische Szenen integriert werden – um sie nicht nur im Fotostudio vor neutraler Kulisse zu fotografieren.
Zum anderen möchten wir eine Symbiose zwischen Marktwirtschaft/Business und Kunst herstellen. Es sind immer reale Unternehmen und die dazugehörigen Locations und Mitarbeiter eingebunden, keine extern inszenierten Örtlichkeiten, keine fremden Statisten.

Wie kam es dazu, dass daraus ein Kalender entstanden ist und welche Berufe sind darin noch vertreten?
Wir produzieren seit mehreren Jahren hochwertige Bodypainting-Kalender mit eigenen allgemeinen Motiven. Für 2015 haben wir uns dazu entschieden, einen in sich schlüssigen Konzeptkalender „Working Art – Bodypainting Meets Business“ zu veröffentlichen und anzubieten. Dargestellte Berufe neben dem Gärtner sind Tischler, Maschinenschlosser, Bürokauffrau, Tierpflegerin, Maler, Hufschmied, Jäger, Schädlingsbekämpfer, Schmied, Elektroinstallateur, Bildhauer und Kfz-Mechaniker. Weitere Motive und Berufe bereiten wir derzeit vor und werden sie in den nächsten Monaten in loser Folge umsetzen.

Der Gärtner ist aus unserer fachlichen Sicht sehr klischeebehaftet dargestellt. Warum ist das so?
Natürlich sind die Motive mitunter überspritzt und klischeehaft dargestellt. Aber es sollen auch externe Betrachter sofort erkennen, worum es bei den jeweiligen Bilderserien geht. Außerdem ist eine sympathisch augenzwinkernd gemeinte Betrachtungsweise durchaus gewollt.

Was sollen die Bilder zum Gartenbau genau ausdrücken?
Zum einen die Schönheit der Natur und die Möglichkeiten, diese – wie in diesem Fall – auf dem eigenen Anwesen im persönlichen Garten ganz individuell zu nutzen, umzusetzen und sich daran erfreuen zu können. Außerdem sollen sie zeigen, dass eine schöne Gartenanlage entsprechende Pflege braucht, man daran aber Freude hat.

Kalender „Working Art – Bodypainting Meets Business“
Auch wenn in dem Kalender „Working Art – Bodypainting Meets Business“ nur ein einziges Foto der gärtnerischen Bildserie vorkommt – ungewöhnlich und sehenswert ist er allemal.

„Working Art – Bodypainting Meets Business“, Atelier Jörg Düsterwald/Future Image, XXL-Großformat DIN A2 quer, hochwertiges Fotodruckpapier, 14 Seiten, zwölf Monatsblätter, Spiralbindung; 24,95 Euro plus Versand, www.working-art.de. (kla)