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Landesdüngeverordnung in NRW in Kraft getreten

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Im Zuge des Aufschubs der Verschärfung der Bundesdüngeverordnung durch Abstimmung der Bundesregierung mit der EU-Kommission trat in dieser Woche in Nordrhein-Westfalen die Landesdüngeverordnung in Kraft. Diese sehe vor allem vor, dass gezielt Flächen mit zusätzlichem Handlungsbedarf definiert werden.

In NRW trat in dieser Woche die Landesdüngeverordnung in Kraft. Foto: Franz W. / Pixabay

„Verabschieden uns vom Gießkannenprinzip“

Wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW bekannt gab, trat die in der vergangenen Woche durch die Landesregierung NRW verabschiedete Landesdüngeverordnung nun in Kraft. Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser betont dabei, dass das Ministerium gegenüber den Produzenten Wort gehalten habe. „Mit der neuen Verordnung verabschieden wir uns vom Gießkannenprinzip und definieren gezielt Flächen mit zusätzlichem Handlungsbedarf“, ließ Heinen-Esser darüber in Düsseldorf verlauten. „Durch diese zielgenaue, effiziente und praktikable Düngeregulierung können wir unser Grundwasser effektiv schützen, ohne die Landwirtinnen und Landwirte zu überfordern“, so die Ministerin. Nordrhein-Westfalen werde diese Expertise und die mit der Landesdüngeverordnung gewonnenen Erkenntnisse zudem bei der Umsetzung der Bundesdüngeverordnung einbringen.

Bundesdüngeverordnung differenziert „Rote Gebiete“ stärker

Die neue Bundesdüngeverordnung wurde am vergangenen Freitag im Bundesrat verabschiedet und solle Mitte April in Kraft treten. Teile der neuen Düngeverordnung bekommen allerdings noch Aufschub, da sie die Landwirte in der aktuellen Bewältigung der Corona-Krise nur noch zusätzlich belasten würden (TASPO Online berichtete). Die Novelle sehe insbesondere eine stärkere Differenzierung bei der Betrachtung und Abgrenzung sogenannter „Roter Gebiete" vor. Dies hatte Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Ministeriums in der Vergangenheit immer wieder eingefordert. Bis zum 31. Dezember 2020 müssen besonders mit Nitrat belastete Gebiete neu ausgewiesen werden. Ministerin Heinen-Esser: „Dies ist bei uns in Nordrhein-Westfalen mit Inkrafttreten der neuen Landesdüngeverordnung schon ab heute der Fall. Dies haben wir versprochen und hier haben wir Wort gehalten.“

Bundesdüngeverordnung sorgt für Kritik der Verbände

„Wir haben uns wiederholt und mit Nachdruck für eine Berücksichtigung der Anforderungen im Gemüsebau ausgesprochen“, erklärte ZVG-Präsident Jürgen Mertz in einer Meldung des Zentralverbandes Gartenbau. Zwar begrüße man, dass den Betrieben Aufschub gegeben werde, dennoch sei die Novelle der Düngeverordnung nach wie vor unzulänglich. Auch der Deutsche Bauernverband sprach sich kritisch über die Novelle aus.

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