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Landesgartenschau Gießen: „Auf zu neuen Ufern“

„Auf zu neuen Ufern!“ lautet das Motto der 5. Hessischen Landesgartenschau. Vom 26. April bis 5. Oktober 2014 wird die Universitätsstadt Gießen Gastgeber des großen Gartenfestes sein. Das zentrale Anliegen der Schau ist es, das Wasser, das die Stadt prägt, mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Dafür wurden die beiden zentralen Uferlandschaften, die Lahn- und die Wieseckaue, umgestaltet und aufgewertet. 

Themengarten „Japanträume erleben“. Foto: Landesgartenschau Gießen

Die Wieseckaue bildet das grüne Herz der Ausstellung. Der 35 Hektar große Park mit seinen ausgedehnten Wasserflächen lädt an vielen Stellen zum Verweilen ein und bietet besondere Ausblicke auf das reich blühende und mit besonderen Blickachsen gestaltete Freiland, aber zugleich auch vielfältige Schaubeiträge.

Da Gießen mit einem Anteil von 37 Prozent der Stadtbevölkerung die höchste Studierendendichte in Deutschland aufweist, lag es nahe, die Tradition der Wissenschaftsstadt auch in die Landesgartenschau aufzunehmen. Deshalb ist die Wieseckaue, die 1969 für den Hessentag als Stadtpark angelegt wurde, für die Dauer der Gartenschau und darüber hinaus zu einem „Wissenschafts-Volkspark“ umgestaltet worden.

Bereits am Eingang der Landesgartenschau Gießen schließt sich als zentrale Erschließungsachse aus der Innenstadt die sogenannte Wissenschaftsachse an. In den dortigen sieben von den Studierenden der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen konzipierten Wissenschaftsgärten werden die Besucher dazu angeregt, die Welt um sich herum aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Namen wie „Paradiesgarten“, „Grünes Mathematikum“ oder „Garten der Biodiversität“ verheißen spannende Einblicke in Themen wie Artenvielfalt und Umweltveränderungen. Umgeben sind diese Anlagen von Staudenbeeten, in denen Hahnenfuß-Gewächse, Knöteriche und Korbblütler die Vielfalt ihrer jeweiligen Pflanzenfamilie repräsentieren.

Nur wenige Schritte weiter reihen sich auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern 13 kreisrunde Themengärten wie eine Molekularkette aneinander. In ihnen zeigen die hessischen Gärtner die Fülle ihrer Gestaltungsideen, mal asiatisch schlicht und reduziert, mal üppig duftend mit Rosenbögen und Kräutern.

Der Gärtnertreff, die Einrichtung der grünen Branche, präsentiert sich in unmittelbarer Nähe mit einem Gewächshaus und bietet während des gesamten Ausstellungszeitraumes viel Wissenswertes für Gartenfreunde. Zudem dokumentieren 27 Mustergräber den hohen Standard moderner Friedhofskultur. Die Beispiele für Urnen-, Reihen- und Wahlgräber sind mit hohem Anspruch an Qualität und Pflege angelegt. An den Wochenenden stehen für alle Fragen zu diesen Themen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen präsentiert sich im benachbarten Gartenforum zusammen mit seinen Partnern, den Verbänden und der Hochschule Geisenheim. Bei ihnen erhalten die Besucher Informationen und Beratung rund um den Zier-, Obst- und Gemüsegarten und können sich beispielhafte Pflanzungen vor Ort anschauen.

Ein klassischer Senkgarten gibt im Norden der Wieseckaue Duftpflanzen und Raritäten einen besonderen Rahmen. Ein Bach schlängelt sich durch diesen Quellgarten in den nahegelegenen Neuen Teich. Im Freiland entfaltet zudem gleich zu Beginn der Gartenschau ein Rhododendron-Hain seine Blütenpracht. 13 wechselnde Blumenschauen bieten während der Ausstellungszeit neue blühende und grüne Trends. (ts)