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Landesgartenschau Kamp-Lintfort: War die Entscheidung gut?

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Der 25. Oktober war der letzte Besuchstag der einzigen Landesgartenschau in diesem Jahr. Über 450.000 Besucher, Mehrfach-Besucher mit eingerechnet, wurden auf dem Gelände in Kamp-Lintfort gezählt, berichtet der Veranstalter. Geschäftsführer Heinrich Sperling zieht eine erste Bilanz der Landesgartenschau, die unter außergewöhnlichen Bedingungen stattgefunden hat.

Der Zechenturm als Aussichtsplattform der Landesgartenschau Kamp-Lintfort mit Herbstflor. Foto: Stefan Büschken

Beschränkung auf Kerninhalte eine erfolgreiche Entscheidung

Zu den wirtschaftlichen Ergebnissen der Landesgartenschau Kamp-Lintfort können bis jetzt laut Veranstalter noch keine Aussagen gemacht werden, da noch nicht alle Abrechnungen vorliegen. Das könne noch bis zum Frühjahr 2021 dauern. Der Veranstalter kann aber bereits von dieser besonderen, Pandemie-geprägten Landesgartenschau berichten, dass sie gelernt haben, wie man mit Corona umgehe. „Was dann für Höxter, die nächste nordrhein-westfälische Landesgartenschau im Jahr 2023 gelten wird, müssen wir abwarten und individuell an diesem Standort entscheiden. Was wir aber in Kamp-Lintfort gelernt haben, ist, dass eine Beschränkung der Landesgartenschau auf ihre Kerninhalte – Garten, Blumen und anderes – eine erfolgreiche Entscheidung gewesen ist,“ sagt Heinrich Sperling, Geschäftsführer der Landesgartenschau Kamp-Lintfort.

Verschiebung der Landesgartenschau war keine Option

Dauerkartenbesitzer der Landesgartenschau am Rande des Ruhrgebiets haben im nächsten Jahr die Möglichkeit, die Landesgartenschauen in Überlingen und Ingolstadt einmalig mit ihren Dauerkarten zu besuchen. Die beiden Gartenschauen hätten parallel zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort stattgefunden, doch sie wurden aufgrund der Corona-Pandemie in das kommende Jahr verschoben. „Eine Verschiebung der Gartenschau wäre für uns keine Option gewesen“, resümieren die Landesgartenschau-Veranstalter von Kamp-Lintfort. „Das ist mit einem enormen Kostenaufwand verbunden. Die Pandemie geht ja nicht einfach so vorüber, die Probleme bleiben auch 2021 bestehen. In Süddeutschland haben die Veranstalter ihre Sommerblumen verschenken müssen.“

Gartenschau-Besucher konnten Kamp-Lintfort neu kennenlernen

Sperling sagt, sie seien froh, dass sie es geschafft haben und gut über den Sommer gekommen seien. Sie hätten den Besuchern ermöglicht, die Stadt Kamp-Lintfort neu kennenzulernen. „Acht Jahre nachdem die Zeche stillgelegt wurde, ist aus einem Industriegelände ein Park geworden. Das ist ein Vorzeige-Projekt, das in dieser Geschwindigkeit seinesgleichen sucht. Wir sind derzeit dabei, die Besucherbefragung auszuwerten. Wir können aber schon so viel sagen: die Resonanz ist positiv“, so der Geschäftsführer der Landesgartenschau Kamp-Lintfort.

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