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Landesgartenschau Winsen (Luhe) 2006 vom 21. April bis 15. Oktober: Eine blühende Fantasie mit 122000 Blumenzwiebeln

Am 21. April öffneten sich die Tore der dritten niedersächsischen Landesgartenschau in Winsen (Luhe). Die Besucher erwarten Blumen über Blumen vom ersten Tag an. Die Natur in den fünf Parkbereichen wandelt sich über drei Jahreszeiten vom Frühling über den Sommer bis hinein in den hoffentlich goldenen Herbst. Die Landesgartenschau zeigt sich bis zum 15. Oktober immer wieder neu in verschieden bunten Blumenkleidern. Deshalb wurde auf die Ausgestaltung der Beete mit Frühjahrsbepflanzung besonders viel Wert gelegt. Insgesamt sind für die Frühjahrsblüte 2006 im vergangenen Herbst etwa 122000 Blumenzwiebeln in den Boden gebracht worden. Im April pflanzten die Gartenschau-Gärtner weitere Frühjahrsblumen hinzu. Die Laga präsentiert inmitten der Stadt auf einer Fläche von etwa 22 Hektar alles rund um Garten, Natur und Landschaft. Fünf Ausstellungsbereiche stehen für die Darstellung der verschiedensten Farben, Formen und Gerüche zur Verfügung – von Dorotheas Garten im Norden bis zum neu angelegten Eckermann-Park im Süden. Durchzogen wird das Areal von dem Fluss Luhe.

Zwischen dem Schloss aus dem 13. Jahrhundert und dem Marstall von 1599 befindet sich einer von drei Eingängen zum Gelände der Landesgartenschau. Der Schlosspark trägt vom 21. April bis 15. Oktober 2006 die Bezeichnung „Dorotheas Garten“. Den Besucher lustwandelt durch einen sensibel gestalteten Rosengarten mit klangvollen Kreationen wie ‘Königin von Dänemark’, ‘William Shakespeare’ oder ‘Sommerwind’.

In der Nähe der Blumenhalle legt das Wassertaxi ab und schippert die Besucher auf der Luhe bis in den Eckermann-Park im Süden des Ausstellungsgeländes. Auf ehemaligen Spargelfeldern zwischen der Bahnlinie Hamburg-Hannover und der Hansestraße ist ein Naherholungsgebiet entstanden. Zwischen zwei Lärmschutzwällen trifft der Besucher auf interessante Landschaften, die neben einer Menge Wasser auch Themengärten, eine große Festwiese, überdachte Bühne und mehrere Aussichtspunkte bereithalten. Direkt am Haupteingang befinden sich die von Gabionen (Quaderförmige Stahlgitterkörbe, mit Steinen verfüllt) durchzogenen Terrassengärten, die mit ihrer Südlage und typischen Bepflanzung für mediterranes Flair an der Luhe sorgen. Die Winsener Partnerstädte Pont de Claix (Frankreich), Fukui (Japan), Drezdenko (Polen) und Pritzwalk (Brandenburg) entführen die Besucher im Eckermann-Park in ihre ureigenen Kulturlandschaften. Die Themengärten im süd-westlichen Teil des Eckermann-Parks warten mit geheimnisvollen Namen wie Garten der Kontraste, Das verlorene Paradies oder Endpunkt auf. Dort gibt es unter anderem ein Bambus-Labyrinth und einen Seerosenteich zu bestaunen.

In Parkbereich „Gärtner-Fantasien“ lassen die ausstellenden Gärtner ihrer Fantasie freien Lauf. Eingebettet ist diese breite gestalterische wie thematische Vielfalt in eine ursprüngliche Landschaft mit altem Baumbestand, Sumpfbiotopen und Feuchtwiesen. In den Gärtner-Fantasien erfahren die Besucher der Landesgartenschau alles Wissenswerte zu den Themen Landwirtschaft, Forst und Nutzgarten. Der Gärtnertreff in der Mitte des Geländebereiches hält Besucherfachinformationen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten bereit.

Die Landwirtschaftskammer Hannover präsentiert Blumenfelder, Gemüseanbau, Gräser und die Dahliade, ein Rondell mit unzähligen Dahlienarten. Naturschutzverbände sind mit dem Garten der Natur vertreten, kirchliche Organisationen gestalten den Ökumenischen Klostergarten, in dem Besucher ihre Ruhe finden. Zu bestaunen ist ein gestalteter Friedhof mit beispielhaften Grabstätten, ein Kabinett in Grün mit Farnen, Azaleen und Rhododendren und eine chinesische Heilkräuterapotheke. Auf die jungen Besucher wartet unter anderem die Kindergärtnerei. Der Themengarten „Das vergessene Paradies“ entführt mit essbaren und duftenden Blüten sowie alten landwirtschaftlichen Geräten in längst vergessene Jahrhunderte der Landwirtschaft.