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IPM 2018: Digitalisierung und Konzepte

Mit 1.564 internationalen Ausstellern und über 54.000 Besuchern konnte die Internationale Pflanzenmesse (IPM) vergangene Woche erneut ihren Status als Weltleitmesse des Gartenbaus untermauern. Der Fokus lag in diesem Jahr auf dem Thema Digitalisierung – und der Produkt-Präsentation in klaren POS-Konzepten. Die reine Darstellung einzelner Produkte rückte dafür in den Hintergrund.

Kunden am Point of Sale begeistern

Wegweisend war hier die unter der Leitung von Grünstylist Romeo Sommers konzipierte Trendschau hortivation in Halle 13. Hier konnten sich insbesondere Gartencenter-Betreiber und -Mitarbeiter inspirieren lassen, mit welchen neuen Strömungen und Ideen sie ihre Kunden am Point of Sale künftig begeistern können. Im Mittelpunkt standen die Mottos „Family Garden“, „The New Gardener“ sowie „Eat Your Greens“.

Eines der gezeigten Konzepte ging vor allem auf den gesteigerten Kundenwunsch zur Individualisierung ein. Pflegeleichte Zimmerpflanzen wie Sukkulenten, luftreinigende Grünpflanzen, Systeme für den einfachen und platzsparenden Gemüseanbau, nachhaltig erzeugte Produkte sowie Kombinationen aus Mini-Pflanzen und Spielzeug liegen außerdem im Trend.

Produzenten und Handel sind gemeinsam gefragt

„In den letzten vier Tagen ist sehr deutlich geworden, dass die Verbraucher den Takt vorgeben. Produzenten müssen gemeinsam mit dem Handel auf die Bedürfnisse und den Lifestyle unserer Kunden eingehen, sie überraschen und neue Wege gehen, um grüne Ware erfolgreich zu vermarkten“, so Sommers zum Abschluss der IPM. Mit der Konzeption der Trendschau habe sein Team genau dort angesetzt und den Gartencenter-Betreibern Handlungsempfehlungen mit nach Hause gegeben.

Dass die Pflanze heutzutage weniger als Solitär wahrgenommen, sondern vielmehr als Teil einer modernen Lebenswelt verstanden wird, machte auch Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende des IPM-Fachbeirats, deutlich. „Die grüne Branche ist auf dem Weg zu neuen Ufern“, so ihr Eindruck. Grund zu Optimismus habe außerdem die gute Stimmung auf der diesjährigen IPM gegeben. „Wenn das Gartenbau-Jahr so positiv verläuft wie die IPM 2018, sind wir sehr glücklich.“

Landesverband Gartenbau NRW und Messe Essen verlängern Partnerschaft

Der Landesverband Gartenbau NRW und die Messe Essen nutzen die diesjährige Veranstaltung darüber hinaus, um ihre Partnerschaft bis zum Jahr 2030 zu verlängern und auch in den kommenden Jahren die Zukunft der Weltleitmesse des Gartenbaus gemeinsam zu gestalten. „Eine Fortsetzung unserer Kooperation unterstreicht deutlich, wie wichtig unsere Arbeit für eine ganze Branche ist. Der Landesverband Gartenbau NRW und die IPM Essen verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel: Wir wollen die grüne Branche vorantreiben, ihr Motor und Impulsgeber sein“, so Kähler-Theuerkauf.

Überaus zufrieden mit dem Verlauf der IPM 2018 zeigte sich auch Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen – in sämtlichen Hallen habe eine „überragend positive Stimmung“ geherrscht, so Kuhrt. Ein „Spitzenergebnis“ seien zudem die insgesamt mehr als 54.000 Besucher, die die IPM vom 23. bis 26. Januar zählte. Und auch der Grad der Internationalität ist mit 38 Prozent Besuchern aus dem Ausland noch einmal gestiegen (2017: 36 Prozent).

Royale Stippvisite und Weltmeister-Floristik live on stage

Zu den Höhepunkten im Messeverlauf zählten unter anderem die Auszeichnung der besten Pflanzen-Neuheiten 2018, die Vergabe des INDEGA IPM Innovation Awards an Uwe Dominik für seine CC-Karren-Stapelhülse, der Auftakt des Flower Fashion Contests mit Modedesigner Michael Michalsky und die royale Stippvisite der dänischen Prinzessin Benedikte am Eröffnungstag der IPM.

„Weltmeister-Floristik live on stage, spontane, schnelle Action-Floristik bei den Flower Battles und ein Ausstellungsareal voller praxisnaher Trend-Floristik und blumiger Inspirationen für die erfolgreiche Vermarktung von Blumen und Pflanzen im Fachhandel“, fasst Helmuth Prinz, Präsident des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF), die diesjährige IPM aus floristischer Sicht zusammen. Auch in der FDF-World war die Digitalisierung Thema, unter anderem mit der Online-Plattform Florismart oder der Vorstellung engagierter Nachwuchs-Talente unter dem Titel „Floralprojekt 3.0“.

Im kommenden Jahr findet die IPM vom 22. bis 25. Januar statt.