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Landgard: Aufsichtsrat neu formiert

Auf der gestrigen Vertreterversammlung der Landgard eG in Neuss wurde beschlossen, die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder vorübergehend auf zehn zu erhöhen, teilt das Unternehmen mit. Neu besetzt wurden dabei insgesamt fünf Posten. Den Aufsichtsrat als Gremium zu stärken sei ein erster Schritt, gestärkt aus der derzeit schwierigen Situation hervorzugehen, so das neue Landgard-Vorstandsteam Gerold Kaltenbach und Jürgen Rosar. 

Der neu zusammengesetzte Aufsichtrat und das neue Vorstandsteam der Landgard eG (v.l.n.r): Jürgen Rosar (Vorstand), Wolfgang Degenhardt als scheidender und Bert Schmitz als neuer Aufsichtsratsvorsitzender, Theo Germes, Wilhelm Baum, Werner Terheggen, (stv. Aufsichtsratsvorsitzender) Willi Andree, Heinrich Hiep, Udo Aquistapace, Stefan Klein, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Norbert Artmeyer, Gerold Kaltenbach (Vorstand Landgard eG). Foto: Landgard

Aus dem Kreis der Vertreter habe es eine Initiative gegeben, den Aufsichtsrat zu vergrößern. Zudem wurde schon seit längerer Zeit diskutiert, den Aufsichtsrat von branchenfremdem Know-how profitieren zu lassen, heißt es weiter. „Beide Entscheidungen sind ein positives Signal für den Schulterschluss zwischen Vertretern, Aufsichtsrat und Vorstand und dokumentieren den Willen, die Arbeit des Aufsichtsrates den gestiegenen Anforderungen von Landgard entsprechend zu optimieren“, sagte Jürgen Rosar dazu.

So wurde auf der gestrigen Vertreterversammlung der Landgard eG beschlossen, die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder vorübergehend auf zehn Personen zu erhöhen. Insgesamt fünf Aufsichtsratsposten wurden neu besetzt. Die Versammlung wählte Theo Germes (Wiederwahl), Werner Terheggen, Dr. Karl-Heinz Sümmermann, Bert Schmitz, Udo Aquistapace und Norbert Artmeyer in den Aufsichtsrat.

In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Bert Schmitz zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Werner Terheggen zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Landgard eG gewählt. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Degenhardt stand aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl, ihm dankten Heinrich Hiep im Namen der Gärtnerschaft und des Aufsichtsrates und Jürgen Rosar für den Vorstand für seine besondere Leistung in 39 Jahren Tätigkeit in den Gremien von Landgard und den Vorgängerunternehmen.

Jürgen Rosar äußerte sich gestern nochmals zum geänderten Ablauf der Vertreterversammlung: „Wir bedauern sehr, dass wir der Vertreterversammlung und der Öffentlichkeit zum jetzigen Zeitpunkt keinen Jahresabschluss 2011 vorlegen konnten. In der abschließenden Besprechung zwischen uns, dem Vorstand, und den Prüfern des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes mussten wir feststellen, dass noch zusätzliche Arbeiten und Prüfungen erforderlich sind. Diese werden voraussichtlich bis zum 31. Juli 2012 fertiggestellt sein.“

Gerold Kaltenbach, der Anfang Juni seine Arbeit als Vorstandsmitglied der Landgard aufgenommen hat, stellte sich gestern in Neuss erstmals öffentlich den Vertretern vor. Für ihn sei es von großer Bedeutung, in eine neue Form des Dialoges mit den Erzeugerbetrieben zu treten und die Stärken von Landgard zu nutzen, um die Potenziale im Konzern weiterzuentwickeln. „Aus dem Jahr 2011 geht Landgard mit Verlusten heraus, dies lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Herausforderung für uns besteht nun darin, die Konsolidierung nachhaltig umzusetzen – ohne unsere Marktposition zu schwächen“, so Kaltenbach.

„Wir werden Zeit benötigen, um die großen Wachstumsschritte, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren gemacht hat, auch mit den angepassten Strukturen und Prozessen zu untermauern und auf eine stabile Basis zu stellen. Wir werden sehr ernsthaft alle Aktivitäten auf den Prüfstand stellen. Keineswegs machen wir Abstriche an unserer Funktion gegenüber Erzeugern, Kunden und Mitarbeitern. Wir wollen unsere führende Marktposition festigen und gestärkt aus der derzeitig schwierigen Situation hervorgehen. Ein erster Schritt ist es, den Aufsichtsrat als Gremium der Mitglieder der Landgard eG zu stärken.“ (ts)