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Landgard bezieht Stellung zu Spiegel-Vorwürfen

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Auf einen bei Spiegel online erschienenen Artikel hat die Erzeugergenossenschaft Landgard reagiert und weist jegliche darin enthaltenen Vorwürfe zum Missmanagement zurück. Demnach befinde man sich auf einem guten Weg und könne den Umsatz trotz der Corona-Pandemie steigern.

Bei Landgard kehrt keine Ruhe ein, kürzlich erhob Spiegel online schwere Vorwürfe gegenüber der Genossenschaft. Foto: Gabriele Friedrich

Spiegel online erhebt schwere Vorwürfe

Für Unmut bei Landgard sorgte eine Meldung von Spiegel online, in der von deutlichem Missmanagement und Geldverschwendung die Rede war. Von zu hohen Spesenrechnungen, Beratergehältern und Vergnügen auf Firmenkosten wird berichtet. Es ist die Rede von einem Leben über den Verhältnissen und einem Ungleichgewicht innerhalb der Genossenschaft. Die Führungsriege kassiere horrende Summen, während die Erzeuger mit Billigpreisen abgespeist werden. Ebenso werden Vorwürfe gegenüber der Verschuldung des Unternehmens hervorgebracht. Trotz hoher Verbindlichkeiten habe man dennoch Rechts- und Beratungskosten in Millionenhöhe in Anspruch genommen. Mehrere Wochen soll der Spiegel-Redakteur mit der Recherche verbracht haben, worauf Landgard auf sämtliche „Vorwürfe transparent die Fakten dargelegt“ habe, heißt es in der Reaktion der Erzeugergenossenschaft auf den Artikel. Diese Fakten wurden jedoch nicht berücksichtigt. Es werden demnach auch Vorwürfe erläutert, die 15 Jahre zurückliegen und auf die seitens Landgard bereits mit Konsequenzen gehandelt worden war, diese kommen allerdings kaum bis gar nicht zur Sprache.

Landgard erwartet Umsatzwachstum von drei Prozent

Diese Vorwürfe weist Landgard in einer Pressemitteilung weit von sich. Trotz der Corona-Krise werde man den Umsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 3 Prozent gegenüber Vorjahr steigern können und erneut Gewinne ausweisen. „Wir hatten im Frühjahr einen spürbaren Einbruch durch die Corona-Krise, insbesondere bei Blumen und Pflanzen. Diesen Umsatzeinbruch haben wir inzwischen allerdings aufgeholt und sogar überkompensiert. Hier haben wir davon profitiert, dass viele Verbraucher ihren Urlaub wegen der Corona-Pandemie zu Hause verbracht und in die Verschönerung ihrer Gärten und Balkone investiert haben. Dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft sehen wir trotz der aktuellen Corona-Beschränkungen der Bundesregierung positiv entgegen“, erklärt sagt Carsten Bönig, Vorstand bei Landgard. Weiter heißt es, dass sich die Ist-Situation deutlich von dem unterscheide, was der Spiegel-Redakteur in seinem Artikel zum Ausdruck bringt. Es werde der Eindruck erweckt, dass sich Landgard aktuell in wirtschaftlichen Problemen befinde und zusätzliche Kredite in Betracht ziehe. Diese Aussage sei laut Mitteilung aber falsch, man befinde sich derzeit lediglich in Verhandlungen um eine Anschlussfinanzierung für bestehende Kredite. Die Verschuldung der Genossenschaft sei demnach von 2011 bis heute um 57,6 Prozent gesunken und befinde sich auch weiterhin im Abbau.

Sanierung innerhalb von acht Jahren

Man sei heutzutage wirtschaftlich gesund. Nachdem man im Krisenjahr 2011 von einem Verlust in Höhe von 61,5 Millionen Euro schwer getroffen wurde, begann der Sanierungsprozess. Durch deutliche Sanierungserfolge konnte man ab 2015 wieder in die Gewinnzone gelangen und 2019 beispielsweise einen Gewinn von 25,3 Millionen Euro vor Steuern einfahren. 2015 haben die Genossenschaftsmitglieder die Sanierung von Landgard durch das Bereitstellen von zusätzlichem Eigenkapital unterstützt. Vor diesem Hintergrund ist es für die Mitglieder besonders bedeutsam, dass das wirtschaftliche Eigenkapital von 2015 bis heute um 82 Prozent auf 77,6 Millionen Euro angewachsen sei. Auf die Vorwürfe überzogene Beraterkosten in Anspruch genommen zu haben, erklärt Landgard, dass man innerhalb der acht Jahre andauernden Sanierung von den finanzierenden Banken dazu verpflichtet worden war, Sanierungsberater zu beauftragen.

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