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Landgard führt ab 2015 Abgabe für generische Werbung ein

Zwei Jahre währten die Forderungen der Erzeuger und Gremien: Jetzt hat Landgard eine neue Anlieferregelung und Gebührenordnung bekannt gegeben, die ab 1. Januar 2015 in Kraft tritt. Zudem wird ein Werbekostenzuschuss von 0,2 Prozent des Nettowarenwerts erhoben, der ausschließlich für generische Werbung verwendet werden soll. 

Die Vermarktungsgebühren richten sich nach dem jeweiligen Lieferantenstatus. Vier Arten von Vertragstypen unterscheidet die Erzeugergenossenschaft, an denen sich auch die entsprechenden Vertragskonditionen festmachen: Vollanlieferer, Teilanlieferer und Handelsbetrieb und Teilanlieferer +. Doch nicht nur die Konditionen unterscheiden sich je nach Lieferantenstatus, sondern auch der Umfang der Dienstleistungen, die Landgard für die Genossenschaftsmitglieder erbringt.

Vollanlieferer sollen von günstigeren Vermarktungsgebühren profitieren
Vollanlieferer sollen von günstigeren Vermarktungsgebühren profitieren und beispielsweise alle Vermarktungswege flexibel und uneingeschränkt nutzen. Teilanlieferer hingegen müssen mit den vorab gemeldeten Mengen und Vermarktungswegen Vorlieb nehmen.

Ein Wechsel vom Teilanlieferer zum Vollanlieferer ist möglich. Bei einem angestrebten Wechsel erhält das Unternehmen für 2015 den Status „Teilanlieferer +“. Wurden alle Voraussetzungen für das Kriterium „Vollanlieferer“ für das Jahr erfüllt, werden überschüssig entrichtete Gebühren zurück erstattet.

„Wir brauchen aktualisierte neue Spielregeln im Sinne der Landgard Erzeuger, insbesondere für Landgard Vollanlieferer“, heißt es im offiziellen Erzeugeranschreiben.

Mit der Neuordnung den genossenschaftlichen Gedanken stärken
Mit der Neuordnung soll der genossenschaftliche Gedanke wieder in den Vordergrund gehoben werden. „Als eine der größten europäischen Vermarktungsorganisationen, gerade für Blumen & Pflanzen, mit einem Umsatz von über 1,25 Milliarden Euro allein in diesem Geschäftsfeld, müssen wir uns den geänderten Marktgegebenheiten anpassen. Wir lernen aus den Fehlern der Vergangenheit“, sagte Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG, gestern im Rahmen der Pressekonferenz. (cm)