Alle News

Landgard kommt jetzt ohne Landesbürgschaft aus

Landgard kann erstmals in diesem Jahr wieder ohne die bisher genutzte Landesbürgschaft auskommen. Bis Ende 2016 ist die Finanzierung des weiter in der Restrukturierung befindlichen Vermarkters aktuell gesichert. Allerdings sind im Geschäftsbericht 2013 immer noch Bankverbindlichkeiten von rund 330 Millionen Euro aufgeführt. 

Reger Verkehr und guter Start in die laufende Saison bei Landgard. Foto: Gabriele Friedrich

Landgard-Vorstand Rehberg mit Geschäftsergebnis zufrieden

Durchaus zufrieden äußert sich der Vorstandsvorsitzende Armin Rehberg über das Geschäftsergebnis im abgelaufenen Jahr. Auch in die laufende Saison sei Landgard bei schwierigen Rahmenbedingungen gut gestartet. Zur Absicherung des Saisongeschäftes von Landgard hatte das Land Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren jeweils eine Landesbürgschaft gewährt. Diese ist 2015 nicht mehr notwendig.

Rehberg verweist auf die Neuordnung des Konzerns seit 2012 und das Senken vor allem der Sach- und Personalkosten. Von ehemals 110 Tochtergesellschaften gibt es noch 70. Der Fachhandel wird aktuell zusammengeführt und das Baumschulgeschäft erstmals in diesem Jahr in Wiesmoor konzentriert.

Entschuldungspotenzial in den Landgard Cash & Carry Märkten

Finanzvorstand Dr. Helmut Steurer ist im März nach nur 16 Monaten ausgeschieden, seitdem führen Rehberg und Karl Voges die Erzeugergenossenschaft erstmal bis auf weiteres alleine.

Entschuldungspotenzial sieht Rehberg noch in den Cash & Carry Märkten. Hier wird geprüft, die Immobilien teilweise zu verkaufen und anschließend zurückzumieten, wodurch noch einmal rund 100 Millionen Euro hereinkommen könnten. „Dies steht im Zusammenhang mit der Gesamtfinanzierung ab März 2016 als vorausschauend, transparent und wirtschaftlich“, so der Vorstand.

Neuer Stadtteil entsteht an der Großmarktstraße in Straelen

Inzwischen ist auch das 7,7 Hektar große frühere Versteigerungsgelände an der Großmarktstraße in Straelen, wo ehemals die UGA (Union Gartenbaulicher Absatzmärkte) lag und Landgard später Gartenbauprodukte vertrieb, geräumt. Hier soll laut Straelener Projektentwicklungsgesellschaft ein neuer Stadtteil mit Wohnbebauung, mit Büros und Praxen entstehen.

Landgard hatte sich verpflichtet, Gebäude und versiegelte Flächen auf ihrem ehemaligen Betriebsgelände zu entfernen und es bebauungsreif zu übergeben. Dies ist planmäßig erfolgt. Der Ertrag wurde zur Schuldentilgung eingesetzt. Operativ verzeichnet Landgard 2014 eine deutlich positive Entwicklung. (fri)

Mehr zu Landgard lesen Sie in der TASPO 18/2015.