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Landgard mit deutlichem Umsatzplus im ersten Quartal 2021

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Mit einem deutlichen Umsatzplus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat die Erzeugergenossenschaft Landgard das erste Quartal 2021 abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens lag der unkonsolidierte Umsatz der ersten drei Monate sowohl im Geschäftsfeld Obst & Gemüse (plus 9,3 Prozent), als auch im Bereich Blumen & Pflanzen (plus 28,6 Prozent) über den Planzahlen und der Marktentwicklung. Geklärt wurde darüber hinaus die Zusammenarbeit mit den Neurather Gärtnern.

Können eine positive Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2021 bekanntgeben (v. l.): Dirk Bader, Vorstand Blumen & Pflanzen, Robert Sauer, Vorstand Obst & Gemüse, und Finanz-Vorstand Carsten Bönig. Foto: Lina Nikelowski/Landgard

Umsatzwachstum bei Blumen & Pflanzen durch anhaltend hohe Nachfrage

Insgesamt 508,5 Millionen Euro Umsatz konnten im ersten Quartal 2021 laut Landgard erzielt werden (Vorjahreszeitraum: 420,3 Millionen Euro). Davon entfielen allein auf das Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen 386,9 Millionen Euro, was einer deutlichen Steigerung gegenüber 2020 entspricht, wo der Umsatz in den ersten drei Monaten 300,9 Millionen Euro betrug. Wie die Erzeugergenossenschaft schildert, war nach einem Lockdown-bedingt umsatzschwachen Januar in diesem Jahr vor allem im März ein deutlicher Umsatzanstieg gegenüber dem bereits von Corona beeinflussten Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Als wesentliche Treiber des Wachstums bei Blumen & Pflanzen nennt Landgard die anhaltend hohe Nachfrage der Kunden sowie die im März erfolgten Öffnungen von Gartencentern und Baumärkten.

Im ersten Quartal 2021 teils deutlich über dem Vorjahr und dem Plan lagen im Ergebnis vor allem Veiling Rhein-Maas, Bloomways und die Cash & Carry-Märkte, informiert die Erzeugergenossenschaft. „Speziell im Fachhandelsvertrieb und in den Cash & Carry-Märkten wurde vor allem im März Außergewöhnliches geleistet, um die sprunghaft steigende Nachfrage und die Bedürfnisse unserer Fachhandelskund*innen bedienen zu können – mit Erfolg, wie die Rekordumsätze in diesem Monat zeigen“, sagt Dirk Bader, Landgard-Vorstand Blumen & Pflanzen. Daneben wurde Bader zufolge während der ersten drei Monate das Retail-Geschäft mit strategischen Kunden weiter ausgebaut. „Gleiches gilt für den internationalen Vertrieb, wo wir trotz aller Schwierigkeiten durch Corona viele Neukund*innen gewinnen konnten. Von all dem profitieren natürlich unsere genossenschaftlichen Erzeuger*innen, die über alle Vertriebswege hinweg mit den Absatzmengen und der Preisentwicklung sehr zufrieden sind.“

Positive Umsatzentwicklung im Bereich Obst & Gemüse

Ebenfalls über Plan lag der Umsatz im Bereich Obst & Gemüse, wo von Januar bis März dieses Jahres insgesamt 223,6 Millionen Euro erzielt wurden (Vorjahreszeitraum: 204,6 Millionen Euro). Profitiert habe der Vermarkter hier von dem pandemiebedingt veränderten Konsumverhalten der Verbraucher und der infolgedessen gestiegenen Nachfrage aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Insbesondere die Landgard-Region West habe deshalb ihren Planumsatz deutlich übertreffen können. Ebenfalls zur positiven Umsatzentwicklung bei Obst & Gemüse beigetragen haben der Erzeugergenossenschaft zufolge der weitere Ausbau des Sortiments mit gereiften Früchten aus der Region Nord und das starke Wachstum von Landgard Süd Obst & Gemüse am neuen Standort München mit strategischen Kunden. Entsprechend seien auch die Erzeugerumsätze sowie die Durchschnittspreise bei der Auszahlung gestiegen, informiert Landgard.

„Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Jahres 2021 und darüber hinaus stehen im Geschäftsfeld Obst & Gemüse zahlreiche wichtige strategische Themen auf der Agenda. Dazu gehört die gezielte Weiterentwicklung der regionalen Produktion und Vermarktung genauso wie die Entwicklung attraktiver Lieferprogramme zusammen mit unseren Kund*innen“, sagt Robert Sauer, Landgard-Vorstand Obst & Gemüse. Ein übergeordneter Schwerpunkt wird Sauer zufolge die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die noch genauere Ausrichtung der Erzeugerorganisation Obst & Gemüse auf die Anforderungen des Marktes sein.

„Wir werden unserer Rolle als führende deutsche Vermarktungsorganisation für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse auch weiterhin mit ganzer Kraft und mit voller Überzeugung gerecht werden. Das erreichen wir im engen Schulterschluss zwischen Mitarbeiter*innen, Führungskräften und Vorstand sowie gemeinsam mit unseren Erzeuger*innen und Kund*innen“, ergänzt Finanz-Vorstand Carsten Bönig mit Blick auf die kommenden Monate. „In dieser Konstellation widmen wir uns strategischen Zukunftsthemen wie der neuen Obst- und Gemüse-Frischeplattform für unseren Kunden Aldi Süd, die wir Ende Mai an unserem Unternehmenssitz in Straelen-Herongen in Betrieb nehmen. Von dort aus wickeln wir exklusiv den operativen Einkauf mit Obst- und Gemüseartikeln für drei Regionalgesellschaften mit rund 200 Filialen ab. Damit bauen wir unsere Logistik als drittes wichtiges Standbein neben der Vermarktung von Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse gezielt weiter aus.“

Zusammenarbeit von Landgard und Neurather Gärtnern geklärt

Wie Landgard bereits zuvor bekanntgegeben hatte, steht darüber hinaus nach einer Stellungnahme der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als zuständige Behörde inzwischen fest, wie die künftige Zusammenarbeit mit den Neurather Gärtnern auszusehen hat. Demnach ist ab dem 1. Juni eine Vermarktung durch die Neurather Gärtner beziehungsweise durch die von ihnen gegründete Vermarktungsgesellschaft Vitarom GmbH nur an Kunden zulässig, bei denen Landgard bisher nicht als Lieferant gelistet ist. Ein von dieser Vorgabe abweichendes Handeln wäre fördermittelwidrig, wie der für Förderthemen zuständige Direktor der Landwirtschaftskammer in einer Stellungnahme formuliert habe. Ein Auslagerungsvertrag nach diesen Maßgaben ist bei Landgard aktuell in Vorbereitung und werde der Vitarom GmbH zugestellt, wie die Erzeugergenossenschaft mitteilt. Alle Bestandskunden werden demnach weiter, wie gewohnt, über Landgard vermarktet beziehungsweise fakturiert.

Wie Landgard erklärt, ist die Mitgliedschaft der Neurather Gärtner in der Erzeugergenossenschaft bis Ende dieses Jahres mit den damit verbundenen Leistungen und Pflichten für beide Seiten vertraglich geregelt. Eigene vertriebliche Aktivitäten der Neurather Gärtner parallel zur bestehenden Mitgliedschaft in der Landgard eG habe die Genossenschaft ohnehin stets ausgeschlossen und alternative Wege aufgezeigt, die jedoch abgelehnt worden seien. Eine Kündigung der Mitgliedschaft für 2022 müsse bis zum 30. Juni 2021 erfolgen. „Als Erzeugergenossenschaft werden wir alle vertraglichen Vereinbarungen erfüllen. Dabei fühlen wir uns insbesondere auch den bestehenden Lieferzusagen an den Handel verpflichtet. Und wir vertrauen darauf, dass die Neurather Gärtner als Mitglieder der Genossenschaft dies hinsichtlich ihrer Anlieferungs- und Vermarktungspflichten ebenfalls so handhaben“, führt Landgard-Vorstand Obst & Gemüse, Robert Sauer dazu aus.

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