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Landgard: neues Logistikzentrum in Sachsen

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In der Obst- und Gemüsesparte von Landgard stoßen die Standorte in Dresden und Chemnitz in Folge der steigenden Nachfrage derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen. Vor diesem Hintergrund errichtet das Unternehmen in Kürze im Gewerbegebiet der sächsischen Gemeinde Striegistal ein neues Logistikzentrum samt Verwaltungssitz.

Gewerbegebiet der Gemeinde Striegistal – Standort für ein neues Logistikzentrum von Landgard. Foto: Filip Lachmann

Landgard nach Edeka zweiter Großinvestor

Landgard ist nach Edeka der zweite Großinvestor, der sich in dem flächenmäßig größten Gewerbegebiet von Sachsen direkt an der Autobahn 4 ansiedelt. Für das Vorhaben hat der Obst- und Gemüsevermarkter aus Straelen-Herongen eine Fläche von 7,5 Hektar erworben. Das Genehmigungsverfahren für die neuen Anlagen läuft bereits.

Zudem befindet sich Landgard nach Unternehmensangaben bereits im Ausschreibungsprozess sowie in der detaillierten Flächenplanung. Sobald die Gemeindeverwaltung grünes Licht gibt, rollen die Bagger an. Schließlich soll der gesamte Komplex bereits 2016 in Betrieb genommen werden.

Landgard künftig mit Bananenreiferei?

Um dem erhöhten Flächenbedarf in der Region gerecht zu werden, errichtet Landgard im ersten Bauabschnitt rund 10.000 Quadratmeter Hallenflächen. Diese verteilen sich neben dem Logistikzentrum auch auf ein Multi-Zentrum für Verpackungsdienstleistungen. Im Vergleich zur Gesamtkapazität der bestehenden Standorte in Dresden und Chemnitz wächst die Hallenfläche um 3.500 Quadratmeter.

Das Gelände biete zudem Platzreserven für Erweiterungsmöglichkeiten, für die es zum jetzigen Zeitpunkt laut Unternehmen noch keine konkreten Pläne gibt. Allerdings bestätigte Landgard Medienberichte, wonach vor Ort eines Tages auch eine Bananenreiferei angesiedelt werden könnte. Diese „ist aus heutiger Sicht nicht Bestandteil der Planungen, könnte allerdings jederzeit integriert werden“, so Sabrina Boßmann aus der Landgard-Unternehmenskommunikation.

Ende für Zentren in Chemnitz und Dresden

Die Eröffnung des neuen Standorts bedeutet zugleich das Ende der Zentren in Chemnitz und Dresden. An beiden Standorten beschäftigt Landgard derzeit insgesamt 100 Mitarbeiter. Sie sollen künftig gemeinsam im Gewerbegebiet Striegistal arbeiten. Im Zuge der Neuansiedlung will Landgard vor Ort voraussichtlich auch 20 bis 25 neue Arbeitsplätze schaffen.

Wie das Vorhaben zum laufenden Konzernumbau passt und warum Striegistals Bürgermeister Bernd Wagner momentan nicht gut auf das 120 Hektar große Gewerbegebiet – einstiges Prestigeobjekt seiner Gemeinde – zu sprechen ist, lesen Sie in der TASPO 28/2015.