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Landschaftsarchitekten favorisieren achtsemestrigen Bachelor

Bamberg, Ilmenau, München, Höxter, Regensburg, Jena, Nürnberg, Düsseldorf, Freiburg … Mit Protesten in 35 Städten verschafften sich am 1. Dezember 2009 zehntausende Studenten Gehör für ihre Forderungen nach besseren Studienbedingungen. Mit Slogans wie "Dichter + Denker statt Bachelor + Banker", "Keine Billig-Bildung", "Superangebot: 150 Studenten für einen Dozenten" bringen sie ihre Positionen auf den Punkt.

Das Präsidium des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) vertritt nachdrücklich die Auffassung, dass es grundsätzlich möglich ist, im Bachelor- und Mastersystem zu einer guten Ausbildung als Landschaftsarchitekt zu gelangen, wenn die wichtigen Kernkompetenzen erworben werden. Seinem Berufsbild entsprechend muss der Landschaftsarchitekt so ausgebildet sein, dass er gestalterische und planerische Kompetenzen mit der Kenntnis ökologischer Zusammenhänge im bebauten Raum wie in der freien Landschaft verbinden, öffentliche wie private Freiräume planen und gestalten, und übergeordnete Konzepte für die Landschafts-, Regional- und Stadtplanung entwickeln kann. "Der Vorteil des neuen Studiensystems ist für die Landschaftsarchitektur unter anderem darin zu sehen, dass problemorientiert in verschiedenen Vertiefungsrichtungen ausgebildet werden kann. Das sichert gute Chancen beim Einstieg ins Berufsleben, ist allerdings nur mit einem achtsemestrigen Bachelor oder vorzugsweise über einen konsekutiven (Anm. der Red.: aufgesattelten) viersemestrigen Master zu erreichen", urteilt BDLA-Präsidentin Andrea Gebhard. Die Länge des Studiums sichert noch nicht die Qualität der Absolventen. Bei den heutigen Anforderungen an das Studium muss die Möglichkeit bestehen, unter Berücksichtigung einer angemessenen Arbeitsbelastung zu studieren. Das heißt, dass die zeitlichen Voraussetzungen für ein Selbststudium - das selbstständige Arbeiten, das von den Praktikern des Berufsstandes berechtigterweise verlangt wird - erhalten bleiben.