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Landschaftsarchitektur: BDLA fordert ein mindestens vierjähriges Fachstudium

In Deutschland bieten 15 Fachhochschulen und Universitäten Studiengänge im Bereich der Landschaftsarchitektur an, die die Voraussetzungen für die so genannte Kammerfähigkeit erfüllen. Jährlich verlassen knapp 1.000 angehende Landschaftsarchitekten die Hochschulen. Da deutlich weniger Fachleute in den Ruhestand gehen, steigt insgesamt die Zahl der Berufstätigen in der Landschaftsarchitektur. Gleichzeitig stieg das Auftragsvolumen nur geringfügig, so dass ein Überangebot an Planungsleistungen zu verzeichnen ist. Preisverfall ist die Folge, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA).

Im Mittelwert sinkt die Qualifikation der Studienabsolventen - so die Ansicht von Büroinhabern und teilweise auch von Hochschullehrern. Grund ist unter anderem die weitgehend abgeschlossene Umstellung vom Diplomstudium auf Bachelor und Master, weil viele Absolventen mit einem nur noch dreijährigen Bachelor-Studium - ohne nachfolgenden Master-Abschluss - in die Berufspraxis einsteigen werden. Mit der Einführung der neuen Abschlüsse geht eine stärkere Verschulung des Studiums einher; an einigen Hochschulen wurden die einsemestrigen studienbegleitenden Praxisphasen gestrichen. Im Dezember 2008 wurde das nordrhein-westfälische Baukammergesetz novelliert mit dem Ergebnis, dass die Mindeststudiendauer als Voraussetzung für den Kammereintrag in der Landschaftsarchitektur wieder von drei auf vier Jahre erhöht wurde. Diese aktuelle Entwicklung lasse hoffen, dass dieser Mindeststandard mittelfristig in den Architektengesetzen aller Bundesländer verankert wird. Die ausführliche Fassung finden Sie unter www.bdla.de/ seite116.htm.