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Landwirt stellt auf klimafreundliche Agroforstwirtschaft um

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Der Landwirt Michael Reber hat ein Gemeinschaftsprojekt gestartet, um dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Mithilfe der Unterstützung von über 130 Baumpaten stellt er einen Hektar Grünlandfläche auf Agroforst um.

Landwirtschaft und Gesellschaft machen Klimaschutz zum Gemeinschaftsprojekt

Der Hof von Michael Reber liegt bei Schwäbisch Hall. Mit seiner Familie bewirtet Reber den Hof bereits in sechster Generation. Zum Betrieb gehören 205 Hektar Ackerland, 3,3 Hektar Wald und 22 Hektar Grünland mit 190 Streuobstbäumen. Im Ackerbau liegt der Fokus besonders auf dem Humusaufbau im Boden und auf einer deutlichen Reduzierung von mineralischem Dünger und chemischem Pflanzenschutz. In Kooperation mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall betreibt der Hof Reber zusätzlich eine Biogasanlage zur Produktion von erneuerbarer Energie. Von seiner Grünlandfläche wandelt Reber nun mit Hilfe von über 130 Baumpaten einen Hektar in einen Agroforst um. Dieser soll CO2 speichern und das Landschaftsbild deutlich verbessern.

Ackerbau oder Grünlandnutzung kombiniert mit Forstwirtschaft

Agroforstsysteme verbinden die Elemente einer Ackerbau- oder Grünlandnutzung mit denen der Forstwirtschaft. In Deutschland noch recht wenig verbreitet, gehören Agroforstsysteme in der Schweiz bereits seit Längerem zum verbreiteten Landschaftsbild (TASPO Online berichtete). Reber pflanzt insgesamt 20 neue Obstbäume, mit denen er seine intensiv genutzte Grünlandfläche ökologisch aufwerten will. Der Landwirt startete gemeinsam mit dem Forum Moderne Landwirtschaft in den sozialen Medien einen Aufruf mit seinem Plan und der Suche nach Paten, um das Projekt finanzieren zu können. Dort traf er auf ein breites Echo und schnell hatten sich 130 Paten gefunden, die bereit waren bei der Finanzierung des Projektes zu helfen und sich damit für den Klimaschutz einzusetzen.

6.280 Euro innerhalb von zehn Tagen

Insgesamt sind für die Umsetzung des Projekts 6.280 Euro zusammengekommen. Bei der Umsetzung und Planung steht Reber das Start-Up Triebwerk – Agroforst und Regenerative Landwirtschaft unterstützend zur Seite. Los geht es am 24. Februar mit der Pflanzung der Bäume. „Absoluter Wahnsinn was hier passiert ist. Innerhalb von zehn Tagen haben wir genug Unterstützung bekommen, um das Projekt starten zu können. Damit finanzieren wir nicht nur die Bäume, sondern auch die Pflege für die ersten fünf Jahre. Mit jedem Baum, den wir pflanzen können, reduzieren wir schädliche Treibhausgase. Wir schaffen wichtige Lebens- und Rückzugsräume für Insekten, Vögel, Wildtiere. Und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.“ Weitere Unterstützung erhält Reber vom Forum Moderne Landwirtschaft (FML), die das Projekt medial begleitet. „Umwelt- und Klimaschutz sind Aufgaben, die die Landwirtschaft nur gemeinsam mit der Gesellschaft lösen kann. Die Aktion von Landwirt Reber ist ein gutes Beispiel dafür, die Kräfte zu bündeln und einen konkreten Beitrag für unsere Zukunft zu leisten“, erklärt FML-Geschäftsführer Henrik Tesch.

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