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Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft: Neuer Beitrag nach dem Muster der Gartenbau-BG

Kassel. Wie aus einer Pressemitteilung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung hervor geht, orientiert sich der Beitrag für die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG), die über eine Risikogruppe Sonderkulturen verfügt, künftig stärker am Unfallrisiko. Zu dieser Risikogruppe Sonderkulturen gehören beispielsweise Spargel, Wein, Zwiebeln oder Beerenobst. Wie bei der Gartenbau Berufsgenossenschaft bereits praktiziert, werden nun auch die Beitragsparameter zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bundesweit vereinheitlicht. Die Aufwendungen für Unfälle, wie zum Beispiel Heilbehandlungskosten oder Rentenleistungen, werden dem tatsächlichen Unfallgeschehen zugeordnet, heißt es. Dazu werden die einzelnen Produktionsverfahren der Land- und Forstwirtschaft in vergleichbaren Risikogruppen zusammengefasst. Die anfallenden Leistungsaufwendungen sollen grundsätzlich von der verursachenden Risikogruppe gezahlt werden. Eine eigene Risikogruppe sind zum Beispiel die erwähnten Sonderkulturen. Grundlage für die Beitragsberechnung ist bei der Mehrzahl der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften der Arbeitsbedarf in den Unternehmen. Damit werden der tatsächliche betriebliche Ablauf und das damit verbundene Unfallrisiko bei der Beitragsberechnung berücksichtigt. Hierbei wird das landwirtschaftliche Unternehmen, so heißt es in der Pressemitteilung, in seine jeweiligen Produktionsverfahren unterteilt (zum Beispiel Mähdrusch, Zuckerrüben, Schweinemast oder Bullenmast). Dabei werden, ausgehend von den in einem Gutachten festgesetzten standardisierten Arbeitszeitansätzen, betriebsbezogene Beiträge berechnet.

Einige LBGen haben neben dem Beitragsmaßstab Arbeitsbedarf noch eine Flächenwertkomponente beibehalten, so dass sich bei diesen der Beitrag aus der Gesamtzahl der Arbeitsbedarfsansätze sowie aus der Gesamtzahl der Flächenwerte pro Unternehmen berechnet. Mehr unter www.lsv.de