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Landwirtschaftskammer NRW legt Restrukturierungsplan vor

Mit einem Restrukturierungsplan will die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ihre Zukunft auf eine solide finanzielle Basis stellen. Man verfolge das ehrgeizige Ziel, die jährlichen Kosten bis zum Jahr 2012 um 20 Millionen Euro zu senken. Dies werde vor allem durch einen weiteren Personalabbau um 280 Stellen erreicht. Dazu sollen frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Außerdem würden die Sachkosten deutlich gesenkt und die Einnahmen verbessert. Der Restrukturierungsplan solle dazu beitragen, dass die Landwirtschaftskammer ab dem Jahr 2012 ohne Finanzzuweisung des Landes Nordrhein-Westfalen und ohne Vermögensveräußerungen ihren Haushalt ausgleichen könne, erklärte Kammerpräsident Johannes Frizen anlässlich der Hauptversammlung am 1. Dezember in Bad Sassendorf. Gleichzeitig stelle man damit sicher, dass die vom Land übertragenen Aufgaben in vereinbartem Rahmen ordnungsgemäß erledigt werden könnten. Ausgehend von einem Gutachten habe man erstmals eine eindeutige Trennung aller Aufgaben der Kammer in staatliche und solche der Selbstverwaltung vorgenommen. Aufgaben, die man für das Land erledige, beispielsweise im Bereich der Agrarverwaltung, würden dem Land künftig in Rechnung gestellt. Ihre übrigen Verpflichtungen müsse die Kammer hingegen vollständig selbst finanzieren. Im Restrukturierungsplan sind verschiedene Maßnahmen enthalten, von denen man sich erhebliche Rationalisieringseffekte erwartet. Der Gartenbau ist unter anderem von folgenden Maßnahmen betroffen:

• Neuorganisation der überbetrieblichen Ausbildung Gartenbau von drei Standorten auf einen Standort.

• Konzentration der Gartenbauschulen von drei Standorten auf einen Standort in Essen.

• Konzentration des Versuchswesens im Gartenbau in Straelen.

• Abbau von bisher fünf auf künftig drei Internatsstandorte für die überbetriebliche Ausbildung und die gärtnerische Fachschule.

• Nachfragegerechter Ausbau der gebührenpflichtigen Einzelberatung als Intensivberatung.

• Konzentration der Obstbauversuche auf Beerenobst, Kernobstversuche in Kooperation mit Rheinland-Pfalz, Baumschulversuche in Kooperation mit den Norddeutschen Gartenbauzentren.