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Lebensmittelunverträglichkeit: Alte Apfelsorten besser für Allergiker

Bereits 20 Prozent der Allgemeinbevölkerung in westlichen Ländern leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit - Tendenz steigend. Rohe Früchte sind beispielsweise für viele Apfelallergiker nicht geeignet. Werden die Äpfel vor dem Verzehr gekocht, haben die Betroffenen meist keine Probleme. Dass neben der Zubereitungsart auch die Apfelsorte eine Rolle spiele, erklärte Professor Hans Steinhart, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg, auf der Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Baden-Württemberg, Mitte Oktober. "Allergen ist nicht gleich Allergen", so Prof. Hans Steinhart. Nur die ganz bestimmte Anordnung der Aminosäuren in einem Lebensmittel sei für eine Allergie verantwortlich. Allerdings könne die Aneinanderreihung der Aminosäuren durch Bearbeitung in der Produktion oder in der Küche verändert werden. So werden die Allergie hervorrufenden Eiweißbausteine durch das Kochen der Äpfel zerstört oder verändert und sind daher für den Allergiker nicht mehr gefährlich. Aber nicht nur die Zubereitung der Äpfel spiele eine Rolle. Nach Aussage von Professor Steinhart rufen neue Apfelsorten wesentlich mehr Allergien hervorrufen als alte Apfelsorten. So sei 'Golden Delicious', eine eher neue Apfelsorte, hoch allergen, erklärt der Hamburger Wissenschaftler.