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Leichtere Teilnahme am Energieeffizienz-Programm geplant

"Wir haben uns darauf verständigt, beim Energieeffizienz-Programm die Base-Line runterzuziehen. Das heißt, wir setzen den Stand, von dem aus die Energieeinsparung berechnet wird, nicht dort an, wo zurzeit der beste technische Stand eines Gewächshauses liegt, sondern wir gehen zukünftig vom technischen Durchschnitt aus", sagte Wolfgang Reimer, Leiter der Abteilung 52 Struk-turpolitik und Ländliche Entwicklung im Bundeslandwirtschaftsministerium, während der erweiterten Präsidiumssitzung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) in Berlin zu. Dann könnten mehr Gärtner in den Genuss dieses Förderprogrammes kommen. Bisher ist die Beteiligung von Seiten der Gärtner noch sehr zurückhaltend, weil die Referenzkriterien so hoch liegen.

Zuvor hatte schon die neue Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser eine kurze Bilanz zum am 18. September 2009 in Kraft gesetzten Förderprogramm gegeben. Das gemeinsam von Bundesumweltministerium und Bundeslandwirtschaftsministerium erarbeitete Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau und in der Landwirtschaft ist über vier Jahre mit 28 Millionen Euro aus der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgestattet. Jeder Antragsteller kann maximal einen Zuschuss von 400.000 Euro beantragen. "Ich weiß, dass das Programm anfangs nur zögerlich angenommen wurde, weil es zu kompliziert war und eine ganze Reihe bürokratischer Hürden beinhaltete", gibt Heinen-Esser zu, "wir bemühen uns aber jetzt um eine wesentlich einfachere Variante, die auch für die Gartenbaubetriebe besser handhabbar ist."

Dazu passt, dass Ende des Jahres 2009 das Bundeslandwirtschaftsministerium entschieden hat, die Förderung des Projekts "Effizienter Energieeinsatz im Gartenbau", das am 1. Juli 2008 startete, um zwei weitere Jahre zu verlängern. Damit hat der ZVG als Träger die Zusage für eine Fortführung bis zum 31. Dezember 2011 erhalten. Bekannt dürfte die Internetplattform "Energieportal" sein, mit der über den rationellen Energieeinsatz im Gartenbau informiert wird (www.energieportal-hortigate.de).