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Leichtes Wachstum für EU-Gartenmarkt

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Der EU-Gartenmarkt wuchs im vergangenen Jahr um ein Prozent auf ein Umsatzvolumen von insgesamt 88,1 Milliarden Euro an, wie das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln berichtet.

EU-Gartenmarkt: Lebendes Grün größter Umsatztreiber

Den größten Anteil der Umsätze (52,3 Milliarden Euro / 53 Prozent) erwirtschafteten die Unternehmen des EU-Gartenmarkts mit den Verkäufen von Blumen und Pflanzen. Die Einnahmen verteilen sich zu 39 Prozent auf Blumen und Pflanzen, die lediglich in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommen, sowie zu 47 Prozent auf Stauden, Gehölze sowie Garten-, Balkon- und Terrassenpflanzen. 14 Prozent der Umsätze entfallen auf chemisch-/biologisches Zubehör, also Pflanzenschutz, Dünger, Erden/Torf.

Gartenhartwaren zweitstärkste Gruppe

33,8 Milliarden Euro erwirtschafteten die Unternehmen mit Gartenhartwaren. Mit 15,9 Milliarden Euro wichtigstes Segment stellen hier die Garten- und Balkonmöbel (inkl. Grillen im Garten) dar, gefolgt von der Gartenausstattung (inkl. Holz und Wasser im Garten) mit 10,6 Milliarden Euro. Für Gartengeräte und Maschinen wurden 2015 7,3 Milliarden Euro ausgegeben.

Im Schnitt gab jeder EU-Bürger im vergangenen Jahr also 175 Euro für diese Produkte aus. Die Erhebung des IFH schließt auch indirekte Ausgaben über öffentliche privatwirtschaftliche Begrünung mit ein.

Deutschland: Wachstum des Gartenmarkts liegt unter EU-Niveau

2015 liegt mit seiner Umsatzentwicklung von einem Prozent plus voll auf dem Kurs, auf dem sich der EU-Gartenmarkt in den letzten zehn Jahren befunden hat. In Deutschland liegt das durchschnittliche Wachstum für den gleichen Zeitraum lediglich bei 0,5 Prozent. Im Bereich Lebendes Grün machte sich bundesweit ein leichter Rückgang um 1,3 Prozent bemerkbar (Europa: minus 0,2 Prozent), während die Warengruppen biologisch-chemischer Gartenbedarf sowie Gartenmöbel und Gartengeräte mit Zuwächsen zwischen 2,7 und 3,7 Prozent glänzten. Deutschland stellt mit 18,1 Milliarden Euro (21 Prozent aller Verbraucherausgaben) das umsatzstärkste Land des EU-Gartenmarkts dar.

Laut IFH bestätige sich der Trend der letzten Jahre, wenn man von den positiven Entwicklungen im Bereich der Outdoorpflanzen einmal absehe.