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Leitfaden für nachhaltige Forstsaatguternte

Für eine genetisch nachhaltige Ernte reichen 25 Saatgutbäume aus, hat eine Studie ergeben. Dies gilt allerdings nur für Kirschen, während bei Eichen wegen des höheren Fremdpolleneintrages zwischen 30 und 40 Saatgutbäume erforderlich sind.

Zu diesen Ergebnissen kamen Wissenschaftler in einem kürzlich abgeschlossenen Projekt, die eine Standardmethode zur genetisch nachhaltigen Ernte von forstlichem Vermehrungsgut in zugelassenen Saatgutbeständen entwickelten.

Anhand der Baumarten Stieleiche, Traubeneiche und Vogelkirsche zeigten mehrere Landesforstanstalten und das Thünen-Institut für Forstgenetik auf, in welchem Umfang die genetische Vielfalt des geernteten Saatgutes derjenigen des Ausgangsbestandes entspricht und wie sich die genetische Zusammensetzung des gewonnenen Saatgutes in Abhängigkeit von Baumzahl und Baumverteilung ändert.

Ziel war es, eine Mindestfläche und Mindestbaumzahl der zu beerntenden Bestände zu ermitteln und eine Mindestzahl zu beerntender Bäume für eine genetisch nachhaltige Saatguternte festzulegen. (ble/ts)