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Leitfaden zum Eichenprozessionsspinner erschienen

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Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat einen neuen Leitfaden zum Eichenprozessionsspinner herausgegeben. Durch den Klimawandel findet der Schädling hierzulande optimale Bedingungen, sich auszubreiten. In dem Leitfaden werden praktische Tipps gegeben, um dem EPS Einhalt zu gebieten.

Die Brennhaare des EPS stellen eine erhebliche Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung dar. Foto: Green Solutions

Ausbreitung in städtischen Ballungsgebieten

Die vergangenen Sommer waren in Deutschland besonders warm und trocken und auch die Winter fielen milder aus, als noch vor einigen Jahren. Die klimatischen Bedingungen, die somit aktuell hierzulande herrschen, begünstigen daher die Ausbreitung wärmeliebender Arten, wie des Eichenprozessionsspinners (EPS). Der Schädling bevorzugt besonders warme und besonnte Bereiche, weshalb er häufig an Waldrändern oder an Bäumen in städtischen Ballungsräumen zu finden ist. Gerade urbane Zentren gelten als Hitzeinseln und begünstigen die Ausbreitung des Schädlings. Besonders hier birgt die Raupe eine große Gefahr, denn ihre zur Verteidigung eingesetzten Brennhaare können schwere gesundheitliche Risiken hervorrufen. „Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen […] können zu entzündlichen Hautreizungen und Atembeschwerden führen“, warnt NRWs Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Praxistipps zum Umgang mit Eichenprozessionsspinner

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat kürzlich einen Leitfaden zum Umgang mit dem EPS herausgegeben. Inhaltlich werden hier die Förderung natürlicher Gegenspieler, der Einsatz von Fallen, das Entfernen der Gespinstnester und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden vorgestellt. Darüber hinaus gibt der Leitfaden Empfehlungen zur Staffelung der Maßnahmen je nach Gefährdung, zur richtigen Schutzausrüstung und zu Warnhinweisen für die Öffentlichkeit. „Deswegen haben wir in einem Leitfaden den aktuellen Stand des Wissens gebündelt und praxisnahe Hilfestellungen beim Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner zusammengefasst. Die Kommunen und beteiligten Institutionen haben die Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie für den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner intensiv unterstützt. Hierfür bin ich sehr dankbar, denn der Eichenprozessionsspinner benötigt ein abgestimmtes Vorgehen“, so die Umweltministerin.

Leitfaden zum Download

Die Entfernung von Nestern führen darauf spezialisierte Firmen durch, die sämtliche Maßnahmen sowohl im öffentlichen Raum, als auch in privaten Gärten durchführen. Es wird dringend davon abgeraten, eigenmächtig zu handeln, da die Raupen schwere Gesundheitsrisiken darstellen. Viele Kommunen haben bereits Online-Portale eingerichtet, auf denen das Vorkommen des EPS gemeldet werden kann. Den Leitfaden „Überwachung, Bekämpfung und Beseitigung des Eichenprozessionsspinners (EPS) - Ein Praxisleitfaden für die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen“ steht unter diesem Link als Download zur Verfügung.

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