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Leitfaden zur Beikrautregulierung veröffentlicht

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Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) hat einen Leitfaden zur Beikrautregulierung veröffentlicht, der an der Versuchsstation für Obstbau Schlachters in Sigmarszell am Bodensee erarbeitet wurde. Der Leitfaden biete Unternehmen des Obst- und Gartenbaus einen schnellen und kompakten Überblick über mechanische und chemische Möglichkeiten der Beikrautregulierung.

Die wichtigsten Beikräuter werden ebenfalls im Leitfaden vorgestellt. Foto: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Wesentliche Inhalte des Leitfadens

Insgesamt verbrachte man mit dem Interreg-V-Forschungsprojekt „Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Unkrautregulierung“, dessen Ergebnis der nun vorliegende 120 starke Leitfaden sei. In insgesamt acht Kapiteln werden die verschiedenen Beikrautregulierungsverfahren beleuchtet. In Kapitel 3 geht es um mechanische Verfahren und es werden einschlägige Geräte vorgestellt. Darin enthalten seien Informationen wie Beschreibung, Arbeitsweise, Hinweise zum Einsatzzeitpunkt, Fahrgeschwindigkeit, technische Anforderungen an den Schlepper, Vor- und Nachteile, sowie laufende Kosten, ergänzt werden die jeweiligen Steckbriefe mit Kurzvideos, die über QR-Codes abgerufen werden können. Zudem zeigen Beispielstrategien zu mechanischen, chemischen und kombinierten Verfahren eine Basis zur Anpassung an betriebsindividuelle Strukturen. Des Weiteren wird auch das Kalkulationstool „Herbocost“ vorgestellt, durch welches eine schnelle betriebswirtschaftliche Bewertung erstellt werden könne. Auch bietet der Leitfaden eine umfangreiche Übersicht der wichtigsten Beikräuter im Obstbau.

Obst- und gartenbauliche Unternehmen können von Leitfaden profitieren

Laut HSWT sei der Leitfaden besonders für obstbauliche Betriebe und Gartenbauunternehmen gedacht, doch auch Versuchs- und Forschungsbetriebe im deutschsprachigen Raum können davon profitieren, heißt es. Zudem sei es eine geeignete Informationsquelle für Auszubildende, Schüler*innen und Studierende des Obstbaus in Berufs- und Meisterschulen sowie an Hochschulen. „Produktionsverfahren im Gartenbau sowie in der Landwirtschaft unterliegen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Anpassung an sich ändernde ökologische, soziale sowie politische Rahmenbedingungen. Die Praxis braucht zukunftsfähige Strategien, um langfristig regionale Wertschöpfungsketten aufrecht erhalten zu können. Nachhaltigkeit muss dabei bedeuten, dass neue Verfahren sowohl ökologischen, pflanzenbaulichen als auch ökonomischen Anforderungen gerecht werden. […] Ziel des Projektes war die Weiterentwicklung nachhaltiger Strategien der Beikrautregulierung im Obstbau“, erläutert Prof. Dr. Dominikus Kittemann die Hintergründe des Leitfadens im Vorwort.

Erste positive Resonanzen

Es gab laut HSWT auch bereits erste positive Resonanzen zum Leitfaden zur Beikrautregulierung sowohl aus der Praxis, als auch der Forschung. „Mit wirklich sehr großem Interesse habe ich von Ihrem Leitfaden gehört und bereits darin gelesen. Er ist sehr gelungen und vor allem stark praxisorientiert,“ zitiert die HSWT Jochen Goedecke vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Nähere Informationen zum Forschungsprojekt sowie eine Download-Möglichkeit gibt es unter diesem Link.

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