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Letzte Ruhe zwischen Baumwurzeln

In dem vor knapp zwei Jahren eingerichteten "Ruheforst" der Gemeinde Hümmel (Rheinland-Pfalz), fanden bisher 280 Menschen ihre letzte Ruhe. Mit seiner Grabstelle, informierte Forstwirt Peter Wohlleben die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (5. Juni 2005), erwirbt der Interessent für 99 Jahre einen an das Erbbaurecht angelehnten Grundbucheintrag. In diesen 99 Jahren darf der Baum, in dessen Wurzelbereich die Urne aus kompostierbarer Maisstärke ruht, nicht gefällt werden. In einem gedachten Kreis um den Baum von etwa sechs Meter Durchmesser verteilen sich bis zu zehn Grabplätze. Markiert sind die Ruhestätten durch kleine, per Schraube an den Stamm befestigte Metallplaketten mit Namen und Lebensdaten. Die Hinterblieben erhalten eine Karte, auf der das Grab eingezeichnet ist. Der Friedhofspflicht geschuldet trägt der Ruheforst den Status eines kommunalen Friedhofes.Ein Ruheplatz inklusive Bio-Urne kostet 749,40 Euro. Die Preise für einen ganzen Familiengrabbaum orientierten sich am Holzwert und lägen zwischen 2900 und 4600 Euro