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Lilien: Neue Impulse mit den OT-Hybriden

Niederländische Lilienanbauer setzen stark auf die neuen OT-Hybriden. Dies ist eine Variante innerhalb der Gruppe der Orientalischen Hybriden. Das Blumenbüro Holland stellte in seinem Infoportal für Juli 2005 die OT-Lilie 'Shocking' heraus. Die OT-Lilien entstanden vor wenigen Jahren aus Kreuzungen von Orientalischen und Aurelium-Lilien. Sie erinnern in ihrem Aussehen an die Orientalischen Lilien und werden in der Statistik auch zu den Orientals gezählt, bieten laut Blumenbüro aber einige Vorzüge. Hierzu zählen die Größe der Blüten, verbesserte Haltbarkeit, kürzere Kulturdauer und mehr Widerstandskraft gegenüber Krankheiten. Die neue OT-Lilie 'Shocking' habe außerdem eine ungewöhnliche Farbe. Der Blumendurchmesser wurde auf 21 Zentimeter beziffert. Die Blütenknospen sind zweifarbig getönt. Die Stiellänge beträgt durchschnittlich 1,20 Meter. Die Haltbarkeit in der Vase wurde auf rund 18 Tage beziffert. Die Anzahl der OT-Sorten ist noch begrenzt. Seit 2004 sind aber mehrere OT-Liliensorten im Handel. So erwähnt das Vakblad voor de Bloemisterij in seiner Marktübersicht "Staalkaart", die niederländischen Blumenversteigerungen hätten im Jahr 2004 beispielsweise von der OT-Sorte 'Conca d'or' bereits 2,7 Millionen Stück und von der OT-Sorte 'Yelloween' 2,2 Millionen Stück verkauft. Die Veilingen verkauften letztes Jahr rund 411 Millionen Stück Lilien und erzielten einen Durchschnittpreis von 39 Cent. Die Lilien trugen somit knapp 160 Millionen Euro zum Umsatz der holländischen Blumenversteigerungen bei. Dies entspricht gegenüber 2003 einer Mengenzunahme um 4,1 Prozent und ein Prozent Umsatzrückgang. Die Gruppe der Orientalischen Lilien brachte den Veilingen einen Umsatz von über 87 Millionen Euro. Sie machte damit mehr als 55 Prozent des Lilienumsatzes aus. Danach folgen die weißen Lilium longiflorum (18,8 Prozent), die ehemals marktführenden Asiatischen Hybriden (15,6 Prozent) und die LA-Hybriden (10,2 Prozent).

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